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01.11.2011

Neuartige Magnetresonanz-Technologie gibt genauere Einblicke in die Struktur der Materie


Drei deutsche Universitäten werden mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) innovative DNP-NMR-Geräte für die Lebens- und Materialwissenschaften erhalten. Im Rahmen einer aktuellen Großgeräteinitiative stehen knapp fünf Millionen Euro zur Verfügung, um an den Universitäten Darmstadt, Düsseldorf und Frankfurt diese neue und vielversprechende Technik zur Verfügung zu stellen. Die drei Anträge wählte der Hauptausschuss der DFG im Oktober nach einer internationalen Begutachtung aus sieben Förderanträgen aus.

Das Kernstück der Technologie der "Dynamic Nuclear Polarization - Nuclear Magnetic Resonance" (DNP-NMR) ist die Kombination von Festkörper-NMR-Spektroskopie mit intensiver Hochfrequenzbestrahlung der Proben während der Messung. Dadurch steigt die Empfindlichkeit der NMR-Messung um etwa zwei Größenordnungen und macht die Untersuchung völlig neuer Kategorien von Proben möglich. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen für empfindlichere NMR-Messungen ermöglicht das nun geförderte Verfahren erstmals die kontinuierliche DNP-Verstärkung und damit einen breiteren Einsatz in verschiedenen Wissenschaftsgebieten.So erlauben die DNP-NMR-Geräte ein besseres Verständnis der Zusammenhänge auf molekularer Ebene.

In den Lebenswissenschaften machen sie beispielsweise Strukturuntersuchungen makromolekularer Komplexe oder Struktur-Funktions-Studien an Membranproteinkomplexen möglich. In den Materialwissenschaften dienen sie unter anderem zur Untersuchung von Komposit-Materialien, Gläsern oder inhomogenen Polymeren.

Die von der DFG geförderten Geräte sollen so dazu beitragen, die Potenziale der DNP-NMR-Technologie auszuloten und zu bewerten. An allen geförderten Standorten steht auch Messzeit für externe Nutzer unter Beteiligung an den Nutzungskosten zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)




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