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13.10.2011

Rückblick auf das 8. Confocal Raman Imaging Symposium


Mit einer Rekordbeteiligung von 95 Teilnehmern ist das achte Confocal Raman Imaging Symposium Anfang Oktober in Ulm zu Ende gegangen. Die Konferenz hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit führenden Treffpunk der Raman Imaging Community entwickelt hat. Durch Präsentationen von weltweit führenden Experten konnten die teilnehmenden Wissenschaftler einen weitreichenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen, praktischen Anwendungen und bewährten Gerätekonfigurationen des Raman Imaging erhalten.

Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Plenarvortrag von Prof. Sebastian Schlücker von der Universität Osnabrück zu den Grundlagen der Raman Spektroskopie und deren Anwendung in der Mikroskopie. Durch Frage- und Antwortspiele aufgelockert, ging Prof. Schlücker direkt auf die Teilnehmer ein um nicht nur die klassische sondern auch die quantenmechanische Beschreibung des Raman-Effektes zu beleuchten. Dr. Olaf Hollricher, WITec Geschäftsführer klärte dann über die notwendigen optischen Komponenten auf, die für hochaufgelöstes, beugungsbegrenztes Raman Imaging notwendig sind. Für umfassendere Probenanalysen ist die Kombination von Raman mit anderen Mikroskopie-Techniken unerlässlich. Dem wurde durch die Vorträge von, WITec Applikationsmanger Dr. Ute Schmidt, die über die Raman-AFM Kombination vortrug und Customer Support Direktor Dr. Thomas Dieing, der die neue True Surface Mikroskopie Technik vorstellte, Rechnung getragen.

In der ersten anwendungsbezogenen Session zu den Materialwissenschaften berichtete Dr. Alois Lugstein von der Universität Wien über den Einsatz der Raman Spektroskopie zur Untersuchung von Nano-Drähten. Dr. Adam Schwartzberg von den Sandia National Labs in Livermore, USA bot einen Einblick in das hyperspektrale Imaging im Nanometerbereich und stellte dabei auch eine neue Methode für das Nahfeld-Raman Imaging auf der Basis von aktiven Plasmonen-Spitzen vor. Auch in der Photovoltaik-Forschung kann Raman Imaging einen Beitrag dazu leisten, optimierte Solarzellen zu entwickeln, worüber Bernd Meidel von der Schott Solar AG, berichtete. Dr. Anna Belu, von Medtronic Inc., USA beschrieb die Bedeutung der Raman Mikroskopie für die Charakterisierung von Oberflächen und Grenzflächen in der medizintechnischen Industrie. Die Life Science Session begann mit einer Präsentation von Dr. Christian Matthäus vom IPHT Jena, über das Monitoring des intrazellulären Lipid-Metabolismus in Makrophagen mittels Raman Imaging. Darüber hinaus berichtete er über Ergebnisse zur trans-dermalen Durchdringung von Lipid-Nanopartikeln. Der Effekt von Sonnenschutzmittel und deren Verteilung auf der Haut wurde von Dr. Christian Adlhardt von der Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften beleuchtet. In seinem Vortrag zeigte er auf, welchen Beitrag Raman Imaging für die Reduktion der benötigten Sonnenschutzmittel-Menge leisten kann. Abschließend gab Dr. Gernot Nehrke vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven einen Einblick in die Verteilung von verschiedenen mineralischen und organischen Phasen in biogenen marinen Karbonaten.

Während der einstündigen Poster Session mit 19 Beiträgen diskutierten die Teilnehmer intensive über die zahlreich gezeigten Anwendungen und nicht wenige waren über die Vielseitigkeit der Raman Mikroskopie in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten positiv überrascht.

Ein weitere Highlight am Abend war der Dinner Talk von Prof. Wolfgang Kiefer, der seinerzeit sogar Sir Chandrasekhara Raman noch persönlich getroffen hatte und einer der Pioniere der Raman Spektroskopie in Deutschland ist. Sein äußerst eloquenter und humorvoller Rückblick auf die Historie und die frühen Tage der Raman Spektroskopie kam bei den Teilnehmern sehr gut an.

Am zweiten Tag gab eine ausführliche Geräte-, Zubehör- und Softwaredemonstration in den WITec Applikationslaboren den Teilnehmern einen praktischen Überblick wie Raman Imaging Experimente erfolgreich durchgeführt werden.

Alles in Allem war es ein bemerkenswertes Symposium welches Theorie, Geräteausstattung und die verschiedenen Anwendungsfelder effektiv vereinte. Die Teilnehmer schätzten das Programm und die Zeit in Ulm sichtlich, was sich auch in dem hohen Anteil von 96 Prozent derer widerspiegelt, die die Veranstaltung einem Kollegen empfehlen würden.

Quelle: WITec GmbH




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