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20.07.2011

Neues Zentrum für Magnetische Resonanz in Regensburg eröffnet


Am vergangenen Mittwoch, den 13. Juli 2011, wurde das neue Zentrum für Magnetische Resonanz in Chemie und Biomedizin an der Universität Regensburg feierlich eröffnet. An dem Zentrum sind verschiedene Institute und Kliniken - Biophysik und physikalische Biochemie, Neurologische Klinik, Experimentelle Psychologie, Organische Chemie, Anorganische Chemie - von insgesamt vier Fakultäten der Universität beteiligt. Entsprechend wird das neue Zentrum zukünftig eine Plattform für interdisziplinäre Forschungen auf dem Feld der Magnetresonanz bieten, die nationale und internationale Forschungskooperationen aus den beteiligten Disziplinen koordinieren kann und langfristig weitere Forschungsmittel anwerben soll.

Was haben Wissenschaftler aus den Forschungsfeldern Medizin, Biophysik, Chemie und Psychologie gemeinsam? Es handelt sich unter anderem um die Methode der Magnetresonanz, die auf unterschiedliche Weise Einsicht in anorganische und organische Materie erlaubt, ohne dabei die atomaren und molekularen Strukturen zu zerstören. "Mit der Magnetischen Resonanz (MR) kann man fast alles 'sehen' und untersuchen", erläutert Prof. Dr. Dr. Hans Robert Kalbitzer, Inhaber des Lehrstuhls für Biophysik an der Fakultät für Biologie und vorklinische Medizin der Universität Regensburg. "Es ist nur eine Frage der Feldstärke." Der geschäftsführende Leiter des neuen Zentrums ist ein international renommierter Pionier im Bereich der Hochdruck-MR-Spektroskopie.

Die große Bandbreite der Anwendungen der Magnetischen Resonanz spiegelte sich im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Zentrums auch in den zahlreichen Vorträgen und Präsentationen wider. So standen Möglichkeiten der Untersuchung von Veränderungen der Proteinstrukturen für die Tumormedizin genauso im Mittelpunkt wie die Entwicklung von Stammzell-Therapieverfahren, Methoden der Kernspinuntersuchungen bei Patienten, die neue Wahrnehmungsleistungen erwerben oder selbstleuchtende Nanosensoren sowie durch Licht ausgelöste chemische Reaktionen.

Finanziert wird das neue Zentrum für Magnetische Resonanz in Chemie und Biomedizin derzeit durch die Grundausstattung der Universität. Langfristig sollen Drittmittel von externen Förderern hinzukommen.

Quelle: idw/Universität Regensburg




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