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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

12.07.2011

Nano-Bioanalytik-Zentrum Münster: Grundstein für 16,2-Mio.-Euro-Projekt gelegt


Die Bauarbeiten zum Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ) haben begonnen. Neben zahlreichen Forschungseinrichtungen und -betrieben entsteht im Wissenschaftspark Münster "ein Flagschiff der städtischen Wirtschaftsförderung und wissenschaftliches Leuchtturmprojekt", wie es Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, bei der offiziellen Grundsteinlegung formulierte. "Mit dem NBZ wächst und gedeiht unsere blühende Forschungslandschaft."

Das NBZ ist ausgelegt auf die Ansiedlung kleiner und mittlerer Hightech-Unternehmen, die Produkte, Methoden und Geräte zur Analyse biologischer und medizinischer Materialien entwickeln. Nach dem Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech) besitzt das europaweit einzigartige NBZ erhebliches Potenzial, die Position Münsters und die des Landes NRW in der Nanobiotechnologie weiter zu stärken.

Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist die Realisierung des NBZ das bisher größte Projekt in der kommunalen Innovationsförderung, ein europaweiter Paukenschlag und Ausdruck für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Mittelpunkt der "Allianz für Wissenschaft Münster" stehen zwei Ziele: die Markenbildung Münsters als Stadt von Wissenschaft und Lebensart sowie die Stärkung des Wissenschaftsstandorts im internationalen Wettbewerb.

Das NBZkostet insgesamt 16,2 Mio. Euro, wobei 6,4 Mio. Euro von der EU und 3,8 Mio. Euro vom Land NRW kommen. Es ist die höchste Fördersumme, die die städtische Technologieförderung in der Geschichte Münsters jemals erhalten hat. Im Übrigen steuern Stadt und Wirtschaftsförderung Münster GmbH weitere drei Mio. Euro zum Bau des NBZ bei. Mieteinnahmen decken den Rest der Kosten.

Laut Robbers, der auch Geschäftsführer der NBZ GmbH ist, können alle Beteiligten entspannt und voller Vorfreude die weitere Entwicklung des Projekts verfolgen. Der Entwurf des Berliner Architekturbüros Staab erfülle architektonisch, konzeptionell und bautechnisch höchste Anforderungen. Auf zirka 3.000 Quadratmetern finden Unternehmen mehrere jeweils 200 Quadratmeter große chemische, physikalische und biologische Einheiten vor.

Ein Alleinstellungsmerkmal des Zentrums ist das Biomedizinische Technologiezentrum der Medizinischen Fakultät, das die Unternehmen bei der Entwicklung und Marktanalyse von neuen Produkten unterstützt. Zusätzlich haben die Mieter Zugriff auf einen Pool von Spezialgeräten im Wert von 6,5 Mio. Euro, die von der betreibenden NBZ GmbH auf Mietbasis zur Verfügung gestellt werden. "Die optimale Infrastruktur samt schwingungsfreier Böden schafft ausgezeichnete Bedingungen für Innovationen und wirtschaftliche Umsetzungen. Das stimmige Konzept wird Unternehmen anziehen", ist Robbers sicher.

Die ursprüngliche Idee zum Bau des NBZ hatte der Verein Bioanalytik Münster. Dieser entwickelte mit mehreren angebundenen Unternehmen aus Münster ein wissenschaftliches Konzept sowie einen praxisnahen Entwurf zur Nutzung des Gebäudes. Das NBZ entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu nano- und biotechnologischen Forschungseinrichtungen, Betrieben und Hochschulen. Dazu zählen unter anderem das Zentrum für Nanotechnologie (CeNTech), das Biotechnologiezentrum Münster (BioZ) sowie das Uniklinikum Münster. Auch der Technologiehof samt Technologieförderung, die FH und das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin sind hier zu finden.

Münster gilt wegen seiner einzigartigen nanobioanalytischen Landschaft und internationalen Standards als Top-Standort in der Nanobiotechnologie. Im Laufe der vergangenen Jahre entstanden auf diesem Gebiet zirka 30 neue Firmen oder neue Abteilungen bestehender Unternehmen der Nanobiotechnologiebranche mit zirka 1000 Arbeitsplätzen. Die Firmen im NBZ werden weitere 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen und die Entwicklung des Standorts vorantreiben.

Quelle: Nano-Bioanalytik-Zentrum Münster GmbH


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