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18.01.2011

Forschungsprojet soll Alternativen zu Seltenen Erden aus China erforschen


Der Industrieverband SPECTARIS will der künstlichen Verknappung der so genannten Seltenen Erden durch China nun aktiv entgegen wirken. Zusammen mit Vertretern der Mitgliedsunternehmen aus der Optischen Industrie sollen Forschungsprojekte Alternativen aufzeigen, mit denen die Seltenen Erden im Produktionsprozess ersetzt werden können. Konkret will der Verband zusammen mit der Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik (F.O.M.) und der Fachhochschule Deggendorf ein Projekt auflegen, damit die Eigenschaften etwa von Ceroxid substituiert werden können. Ceroxid wird in der Optischen Industrie zum polieren hochpräziser Gläser etwa in der Mikroskopie benötigt. Ein entsprechender Förderantrag beim Bundeswirtschaftsministerium soll in den nächsten Wochen gestellt werden.

"Mittelfristig müssen wir unabhängiger werden von den Importen aus China", begründete SPECTARIS-Geschäftsführer Tobias Weiler den Vorstoß. Er kritisierte, dass die chinesische Regierung seit Juli 2010 die Exporte seltener Erden um 72 Prozent gedrosselt habe und dies durch staatlich kontrollierte und verkaufte Exportlizenzen durchsetze. Die Preise auf dem internationalen Markt würden nicht auf der Materialebene, sondern durch den Preis dieser notwendigen chinesischen Exportlizenz in die Höhe getrieben. Der Verband befürchtet dadurch für die Unternehmen der Optischen Industrie erhebliche Wettbewerbsnachteile. Schon jetzt könne der Bedarf an Seltenen Erden in vielen Fällen nur schwer gedeckt werden. Daher müssten neben der Erforschung von Alternativlösungen auch die Möglichkeit der Förderung von Seltenen Erden in anderen Regionen ermittelt werden.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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