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01.07.2011

Neuer Forschungsverbund "NanoTracking" will Nanosonden entwickeln


Nanomaterialien sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften sehr interessant für die Medizin. Insbesondere sehr kleine Nanoteilchen mit einer Größe von weniger als 20 Nanometern können im Körper überallhin gelangen.

Das Virtuelle Institut "NanoTracking" beschäftigt sich mit der Entwicklung von maßgeschneiderten Nanomaterialien für die Krebsdiagnostik und die Therapiekontrolle bei Krebserkrankungen. Die Vision: extrem kleine Nanoteilchen zu entwickeln, die schnell und quasi ausschließlich zu Tumorzellen wandern und diese sichtbar machen. Dafür müssen sie mit speziellen Sonden ausgerüstet und mit zielsuchenden Molekülen versehen sein. Das Besondere des vom HZDR geleiteten Forschungsvorhabens: die Nanomaterialien sollen äußerst vielseitig sein und sich für verschiedene diagnostische Methoden eignen.

"Unser Ziel ist es, Nanosonden für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) sowie für die optische Bildgebung zu entwickeln", sagt der Leiter des Virtuellen Instituts Dr. Holger Stephan. Dafür müssen die Nanoteilchen mit radioaktiven, magnetischen oder fluoreszierenden Markern ausgestattet werden. Zunächst steht das Wissenschaftlerteam, zu dem Chemiker, Biologen, Biochemiker, Physiker und Mediziner gehören, vor der Aufgabe zu untersuchen, welche Nanomaterialien für dieses neuartige Konzept geeignet sind. Denn bisher ist nur wenig über die Wechselwirkung und die Verteilung von solchen körperfremden Nanopartikeln im Körper bekannt. Am Virtuellen Institut "NanoTracking" sind neben dem HZDR folgende Einrichtungen beteiligt: Universität Münster; Universität Heidelberg; Monash University Melbourne, Australien; University College Dublin, Irland.

Quelle: idw/Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)




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