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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

09.05.2011

Analysator für die kontinuierliche Messung von Ammoniak entwickelt


Die Landwirtschaft (Stickstoffdünger, Tierhaltung) gilt als Hauptemittent atmosphärischen Ammoniaks (NH3) und ist somit der größte Verursacher von Umweltschäden. Er ist ebenfalls verantwortlich für die Bildung einiger Aerosole. Aus diesem Grund sind genaue Messungen der Ammoniak-Emmissionen notwendig. Allerdings bleibt die Quantifizierung von NH3 bis heute schwierig. Vor diesem Hintergrund hat die fakultätsübergreifende Forschergruppe für Umwelt und Feldkulturen des INRA, ausgehend von den vorliegenden Messergebnissen, einen Analysator für atmosphärischen Ammoniak entwickelt.

Dieser Analysator mit der Bezeichnung ROSAA (RObust and Sensitive Ammonia Analyser) misst kontinuierlich mit ausreichender Empfindlichkeit die geringsten Konzentrationsgradienten zwischen den verschiedenen Messstellen bei nur geringer Störung durch die umgebende Luft. Das Prinzip dieses Geräts beruht auf der Kopplung einer Phase der Umwandlung von Ammoniak zu Ammonium (NH4+) mit einer Online-Messung der Konzentration von Ammonium durch Konduktometrie (Leitfähigkeit). ROSAA misst ausschließlich gasförmigen atmosphärischen Ammoniak, was ihn von anderen Methoden unterscheidet, die das gasförmige Ammoniak nicht von den im Ammonium enthaltenen Aerosolen trennen.

Der Analysator ROSAA, für den im Juni 2010 ein Patent beantragt wurde, könnte sowohl für Forschungslabore von Interesse sein, als auch für Einrichtungen, die sich mit der Kontrolle und der Überwachung in den Bereichen Umwelt, Landwirtschaft und Gesundheit beschäftigen.

Quelle: idw/Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland/Wissenschaftliche Abteilung




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