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05.05.2011

Statistische Erhebung zu wassergefährdenden Stoffen


Im Jahr 2009 gab es in Deutschland knapp 1,3 Millionen Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen - dazu zählen beispielsweise Raffinerien, Chemikalienlager, Tankstellen oder Öltanks. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, verfügten diese Anlagen über ein Fassungsvermögen von rund 113 Millionen Kubikmetern. Die Hälfte des gesamten Fassungsvermögens (56,6 Millionen Kubikmeter) entfiel dabei auf nur 2 700 Anlagen (0,2%), die alle der Lagerung von Mineralölprodukten dienten.

Knapp eine Million aller Anlagen (78%) befanden sich 2009 außerhalb von Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebieten, Überschwemmungsgebieten oder sonstigen schutzwürdigen Gebieten. Diese außerhalb von schutzwürdigen Gebieten gelegenen Anlagen hatten ein Volumen von 106 Millionen Kubikmetern (94%).

Rund die Hälfte aller Anlagen hatte ein Volumen von weniger als 10 000 Litern. Hierbei handelt es sich wohl überwiegend um Heizöltanks privater Verbraucher. Weitere rund 48% aller Anlagen verfügten über ein Volumen von 10 bis 100 Kubikmetern. Nur 0,6% aller Anlagen (7 800) verfügten dagegen über ein Volumen von zusammen 92,4 Millionen Kubikmetern (82%), was einem durchschnittlichen Fassungsvermögen von rund 12 Millionen Litern pro Anlage entspricht.

Die Erhebung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wird alle fünf Jahre durchgeführt. Gegenüber 2004 ergab sich sowohl bei der Anzahl der Anlagen als auch beim Fassungsvermögen eine leichte Steigerung in 2009. Die Strukturen blieben jedoch nahezu unverändert.

Weitere ausführliche Ergebnisse und Informationen, unter anderem zur Definition von wassergefährdenden Stoffen und zu deren Klassifizierung sind im Ergebnisbericht aufgeführt, der kostenfrei über die Internetseite des Statistischen Bundesamtes heruntergeladen werden kann.

Quelle: Statistisches Bundesamt




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