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19.04.2011

Preis der Wasserchemischen Gesellschaft für Untersuchungen des Umweltverhaltens von Spurenstoffen in Fließgewässern


Der Bayreuther Hydrologe Dr. Michael Radke erhält den Preis der Wasserchemischen Gesellschaft. Er nimmt diese Auszeichnung bei der Jahrestagung der Wasserchemischen Gesellschaft in Empfang.

Der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft, unterstützt durch die Walter-Kölle-Stiftung, dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Wasserchemie. Im Rahmen der diesjährigen Tagung der Gesellschaft wird dieser Preis an Dr. Michael Radke für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und sein hohes Engagement als Leiter des Fachausschusses "Hyporheische Zone" der Wasserchemischen Gesellschaft überreicht.

Dr. Radke war bis Ende März 2011 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Hydrologie der Universität Bayreuth und nimmt ab Mai eine Tätigkeit an der Universität Stockholm auf. Die ausgezeichneten Forschungen betreffen vor allem die polaren organischen Spurenstoffe und ihr Verhalten in Gewässersystemen. Im Vordergrund steht dabei die enge Verzahnung wasserchemischer Fragestellungen, wie zum Beispiel die Konzentrationsdynamik von Spurenstoffen und die Quantifizierung individueller Abbauprozesse, mit hydraulischen Aspekten. In Verbindung mit Laboruntersuchungen zum Verhalten von Spurenstoffen ermöglicht dieser Forschungsansatz die quantitative und prozessorientierte Beurteilung von gewässerinternen Transformationsmechanismen unter realen Bedingungen.

Ein Schwerpunkt der Forschungen von Dr. Radke war die Untersuchung der Rolle der hyporheischen Zone bei der Entfernung von Arzneimittelwirkstoffen aus Flüssen. Die Arbeiten in seiner Arbeitsgruppe verdeutlichen die Grenzen des gegenwärtigen quantitativen Verständnisses des Umweltverhaltens von Spurenstoffen in Fließgewässern und zeigen Wege auf, dieses mit Hilfe interdisziplinärer Ansätze zu vertiefen.

Wasser 2011, die Jahrestagung der Wasserchemischen Gesellschaft, findet vom 30. Mai bis 1. Juni auf Norderney statt. Neben dem Thema "Chemie und Meer" mit Beiträgen aus Deutschland und den Niederlanden haben die Wasserchemiker auf ihrer diesjährigen Tagung auch andere Gewässer und Sedimente, Trinkwasser und Abwasser, die Wasseraufbereitung, Analytik und Spurenstoffe im Blick. Die Wasserchemische Gesellschaft wurde vor 85 Jahren gegründet und ist somit eine der ältesten Fachgruppen in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Lange Tradition hat in der Wasserchemischen Gesellschaft die Vergabe von Preisen für herausragende Forschungsarbeiten, die letztlich alle dem Gewässer- Trinkwasserschutz dienen.

Quelle: idw/Universität Bayreuth




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