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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

29.03.2011

Spuren von Radioaktivität in Deutschland stellen keine gesundheitliche Gefährdung dar


Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat erstmals Spuren von Radioaktivität in der Atmosphäre gemessen, die aufgrund der Zusammensetzung der gemessenen Stoffe auf den Reaktorunfall in Fukushima in Japan zurückgeführt werden können. Stationen des Deutschen Wetterdienstes und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt haben ebenfalls Spuren erfasst. Die gemessenen Werte stellen jedoch keine gesundheitliche Gefährdung für die Menschen und die Umwelt in Deutschland und Europa dar und liegen ein Vielfaches unterhalb der natürlichen gemessenen Strahlenbelastung.

Während die aus dem Kernkraftwerk in Fukushima austretende Radioaktivität gravierende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt vor Ort hat, nimmt sie auf dem Weg nach Europa wie erwartet sehr stark ab.

Die Messstation des BfS auf dem Schauinsland bei Freiburg hat geringe Konzentrationen an Xenon-133 und Jod 131 im Mikro-Becquerel-Bereich in der Atmosphäre erfasst (Jod: 60 Mikro-Becquerel pro Kubikmeter Luft). Diese geringen Spuren können gemessen werden, weil das BfS auf dem Schauinsland bei Freiburg eine Messstation eines internationalen Netzwerkes von Einrichtungen zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens betreibt, die darauf spezialisiert sind, geringste Spuren an radioaktiven Stoffen zu messen.

Die Ausbreitung der Radioaktivität von Japan aus wird über das internationale Messnetz von Stationen, die für die Überwachung des Atomwaffenteststoppabkommens betrieben werden, weltweit verfolgt. Die radioaktiven Elemente Jod und teilweise Xenon wurden zunächst in Stationen im Pazifik und dann an der Westküste der USA gemessen und seitdem in Stationen an der Ostküste der USA, auf Island und in Schweden. Aufgrund der Wetterlage erfolgt die Verlagerung der radioaktiven Spuren zunächst von Nordeuropa aus nach Süden. Das BfS geht davon aus, dass in den kommenden Wochen unterschiedliche radioaktive Partikel festgestellt werden können. Auch für diese erwartet das BfS keine Messwerte, die in irgendeiner Weise gesundheitlich bedenklich sind.

—> Aktuelle Messdaten

Quelle: idw/Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)




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