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23.03.2011

Preis für schnelle Vor-Ort-Analyse von Mikroorganismen


Die "Jenaer Biochip-Initiative" (JBCI) um Dr. Robert Möller vom Institut für Photonische Technologien (IPHT) und dem Institut für Physikalische Chemie (IPC) der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut den renommierten Thüringer Forschungspreis in der Kategorie Angewandte Forschung. Geehrt wird die herausragende Entwicklung auf dem Gebiet der schnellen Vor-Ort-Analyse von Mikroorganismen.

Die "Jenaer Biochip-Initiative" (JBCI) um Dr. Robert Möller vom Institut für Photonische Technologien (IPHT) und dem Institut für Physikalische Chemie (IPC) der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut den renommierten Thüringer Forschungspreis in der Kategorie Angewandte Forschung. Geehrt wird die herausragende Entwicklung auf dem Gebiet der schnellen Vor-Ort-Analyse von Mikroorganismen.

Ob Maul- und Klauenseuche, Vogelgrippe oder Kartoffelfäule - überall da, wo Krankheitserreger schnell und zuverlässig identifiziert werden müssen, kann das innerhalb der JBCI entwickelte Chip-System helfen. Bisherigen klassischen mikrobiologischen Analysen ist es in punkto Schnelligkeit überlegen. Diese brauchen mehrere Tage. Der Biochip kann, je nach Anwendung, in wenigen Stunden ein eindeutiges Ergebniss liefern. Übliche Speziallabore sind nicht nötig. Außerdem kommt ein Chip-Test mit weniger Verbrauchsmateriel aus und verursacht geringere Kosten.

Schäden in Milliardenhöhe können durch das neue System abgewendet werden. Immer wieder verursachen Mikroorganismen wie Salmonellen im Fleisch oder Legionellen im Wasser schwere ökologische und medizinische Krisen. Beim Ausbruch der Maul- und Klauenseuche 2001 in Großbritannien mussten mehr als vier Millionen Tiere getötet werden. Nur wenn die Erreger bekannt sind, ist eine gezielte Bekämpfung möglich. Im Vergleich zu anderen Chipsystemen basiert die Erkennung der Erreger beim Jenaer Biochip auf einer einfachen Leitfähigkeitsmessung. Auf dem Chip von der Größe einer Ein-Cent-Münze überbrückt bei einem positiven Nachweis eine dünne Silberschicht zwei Elektroden. Alle Reaktionsschritte sind in einer Kammer realisiert, die zusammen mit einer Pumpe, der Ansteuerungs- und Ausleseeinheit in einen Aktenkoffer passen.

"Die erneute Auszeichnung auf dem Gebiet der angewandten Forschung ist für uns eine außerordentliche Anerkennung. Es zeigt uns nach der Ehrung der Terahertz-Sicherheitskamera im vergangenen Jahr, dass wir auch auf den Gebieten der medizinischen Diagnostik und der Umweltüberwachung sehr erfolgreich forschen. Das ist ein riesiger Ansporn für die weiteren wissenschaftlichen Arbeiten", so Prof. Jürgen Popp, Wissenschaftlicher Direktor des IPHT und Institutsdirektor des IPC.

Quelle: idw/Institut für Photonische Technologien (IPHT)




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