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04.03.2011

CHEMonitor zeigt Stimmungshoch in der deutschen Chemieindustrie


Die deutsche Chemiebranche hat die Krise hinter sich gelassen: In der aktuellen CHEMonitor-Umfrage von CHEManager und der Strategie- und Organisationsberatung Camelot Management Consultants geben zwei Drittel der befragten Entscheider an, sie rechneten mit steigenden Umsätzen und Ergebnissen - mehr als bei jeder CHEMonitor-Umfrage zuvor. 90 Prozent bewerten die Standortbedingungen in Deutschland als positiv. Als größte Risiken gelten steigende Energie- und Rohstoffpreise, regulatorische Auflagen der EU und der Mangel an qualifiziertem Personal. An der Befragung nahmen mehr als 100 Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und Entscheider aus der Chemiebranche teil, drei Viertel von ihnen aus Unternehmen mit weniger als 5000 Mitarbeitern. Insgesamt gehören dem Panel des Trendbarometers rund 300 Top-Entscheider der deutschen Chemieindustrie an.

"Die deutsche Chemie ist wieder auf Wachstumskurs", sagt Thorsten Kritzer, Segment Manager des CHEManagers. "Für 42 Prozent aller befragten Topmanager hat Wachstum in den kommenden zwölf Monaten klar Vorrang vor Kostensenkungen". Nur 6 Prozent der Unternehmen wollen hauptsächlich auf Einsparungen setzen - der niedrigste Wert seit Bestehen des CHEMonitors. "Insgesamt ist die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie zu Jahresbeginn so gut wie in keiner CHEMonitor-Umfrage zuvor", sagt Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei Camelot Management Consultants. "Mehr als 90 Prozent der befragten Top-Entscheider bewerten die Standortbedingungen in Deutschland als positiv und fast die Hälfte (47 Prozent) möchte ihre Investitionen ausbauen." Je größer die Unternehmen sind, desto stärker neigen sie allerdings dazu, überwiegend in China und Asien zu investieren. "Die Investitionen in Deutschland werden wohl hauptsächlich vom Mittelstand getragen", sagt Kritzer.

"Auch wenn die Berichterstattung der vergangenen Wochen und Monate ein anderes Bild der Branche vermittelt hat, setzt der überwiegende Teil der wachstumsorientierten Unternehmen (26 Prozent) auf organisches Wachstum", ergänzt Dr. Sven Mandewirth, Leiter des Competence Centers Chemicals bei Camelot Management Consultants. "Nur 4 Prozent richten ihre Wachstumsstrategie allein auf Fusionen und Akquisitionen aus."

Ähnlich wie die Prognose zu den Standortbedingungen sieht auch die Tendenz in der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2011 aus: Etwa zwei Drittel der Unternehmen sagen einen einstelligen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis voraus. Nur ein geringer Anteil von 5 Prozent bzw. 6 Prozent geht für 2011 von einer negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus.

Doch der rasante Aufschwung birgt auch Risiken: Befragt nach äußeren Bedingungen, die das Wachstum bremsen, nennen 64 Prozent steigende Energie- und Rohstoffpreise als größte Wachstumsbarriere, gefolgt von regulatorischen Auflagen der EU (56 Prozent). "Die Hälfte der Unternehmen leidet außerdem bereits wieder unter dem Mangel an qualifiziertem Personal", sagt Mandewirth. "Das gilt besonders für große Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern." Hier lag der Anteil der Nennungen mit 65 Prozent deutlich über dem bei kleinen Unternehmen (45 Prozent).

Quelle: Camelot Management Consultants




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