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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

25.02.2011

WITec Paper Award 2010 für ramanmikroskopische Abbildung der chemischen Zusammensetzung von Spermien


Die RUB-Chemiker Konrad Meister, Dr. Diedrich Schmidt, Dr. Erik Bründermann und Prof. Dr. Martina Havenith-Newen haben den WITec Paper Award gewonnen. Mittels eines konfokalen Raman-Mikroskops der Firma WITec war es dem Bochumer Forschungsteam gelungen, eine dreidimensionale hochaufgelöste chemische Karte eines menschlichen Spermiums zu erstellen. Ihre Publikation "Confocal Raman microspectroscopy as an analytical tool to assess the mitochondrial status in human spermatozoa" (Analyst, 2010, 135, 1370 - 1374) setzte sich gegen eine Vielzahl internationaler Veröffentlichungen durch.

Organellen von Spermien sichtbar gemacht

Die zur Untersuchung menschlicher Spermien verwendete Raman-Mikroskopie nutzt die charakteristischen Schwingungen der einzelnen Moleküle, um so einen Fingerabdruck der einzelnen zellulären Komponenten zu erhalten. Zusammengesetzt zu einer chemischen Landkarte wurden damit Organellen von Spermien visualisiert. Zusätzlich zur optischen Bildinformation konnten die Forscher so erstmals die chemische Zusammensetzung von Spermien direkt abbilden.

Originalpublikation wurde vielfach gewürdigt

Der mit 500 Euro dotierte Preis richtete sich an alle durch Experten begutachtete wissenschaftliche Publikationen des Jahres 2010, deren Abbildungen und Ergebnisse mit einem WITec-Instrument erstellt wurden. Die Orginalpublikation wurde bereits wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung als Highlight in "Chemical Biology" und als News in "Chemistry World" der Royal Society of Chemistry gewürdigt.

Förderung durch das BMBF

Die Entwicklung innovativer Spektroskopie- und Mikroskopie-Methoden zur hochauflösenden Abbildung von lebenden Zellen ist einer der Forschungsbereiche am Lehrstuhl für Physikalische Chemie II (Prof. Dr. Martina Havenith-Newen). Die Forscher nutzten ein Raman-Mikroskop, welches im Rahmen des Projektes BMBF-05KS7PC2 durch das Bundesforschungsministerium gefördert wird.

Quelle: idw/Universität Bochum




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