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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.02.2011

Gefährliche Stoffe in Tätowierfarben nachgewiesen


Ein Drittel der untersuchten Farben enthielt nicht erlaubte Substanzen, die Hälfte hiervon gesundheitsschädliche Stoffe (aromatische Amine, Nitrosamine, Phenol). Technische Farben, die z.B. in Autolacken verwendet werden, waren in zwei Drittel der Tätowierfarben enthalten. Eine insgesamt erschreckende Bilanz angesichts des starken Modetrends "Tattoo".

Die CVUAs Freiburg und Karlsruhe haben im Jahr 2010 ein Untersuchungsprojekt "Tätowierfarben rot, orange, gelb" durchgeführt. Hierzu haben die Sachverständigen in der Regel die Lebensmittelkontrolleure der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden bei der Probenahme der Tätowierfarben und der Kontrolle in den Tattoostudios begleitet. Bei einer sogenannten Tattoo-Convention (Tätowiermesse) in Reutlingen haben wir in einer gemeinsamen Aktion des Gesundheitsamtes Reutlingen, der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde, dem Ordnungsamt und dem Landesgesundheitsamt eine Vielzahl von Tattooständen kontrolliert. Bei dieser Veranstaltung in der Eissporthalle Reutlingen, die im September von freitags morgens bis sonntags abends im Rahmen eines Unterhaltungsprogramms stattfand, rechnete der Veranstalter damit, dass sich insgesamt bis zu 2000 Menschen an den zahlreichen Tattooständen einzelner Studios und prominenter ausländischer Tätowierer tätowieren lassen würden.

Bei den Kontrollen der Studios und der Tattoo-Convention beklagten sich die Tätowierer nicht selten über mangelhafte Informationen, welche Farben denn nun sicher seien. Die Tätowierfarbenlieferanten suggerieren den Tätowierern zuweilen, ihre Farben seien amtlich geprüft, obwohl dies nicht der Fall ist. Sie begrüßten daher überwiegend die Untersuchungsaktion und äußerten häufig den Wunsch nach strengeren Regulierungen, um selbst besser vor Regressansprüchen geschützt zu sein.

13 von 38 Proben (= 34 Prozent) waren in stofflicher Hinsicht zu beanstanden. Neben nicht zugelassenen Farbstoffen enthielten 7 Proben (= 18 Prozent) gesundheitsschädliche Stoffe, wie aromatische Amine, Nitrosamine und Phenol.

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Quelle: CVUA Karlsruhe




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