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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

06.12.2010

Neue zentrale Einrichtung zur Entschlüsselung von Genomsequenzen


Für die Forschungsgruppen der Lebenswissenschaften und der Medizin an der Universität Heidelberg gibt es künftig eine Dienstleistungseinrichtung mit moderner Technologie zur Entschlüsselung von Genomsequenzen. Die im BioQuant-Gebäude angesiedelte "CellNetworks Deep Sequencing Core Facility" unterstützt Forscher bei der sogenannten Hochdurchsatzsequenzierung. Diese computergestützte Technik zum Ablesen der exakten Sequenz des Erbguts gilt als nächste Generation der hochleistungsfähigen Genom-Sequenzierung. Die neue Einrichtung wird am Dienstag, 7. Dezember 2010, offiziell eröffnet.

Eine Core Facility bietet als zentrale Einrichtung spezielle Dienstleistungen für Forschungsprojekte an: Sie stellt Expertise und Geräte für bestimmte komplexe Methoden bereit, die die einzelnen Forschungsgruppen alleine zumeist nicht realisieren könnten. Die CellNetworks Deep Sequencing Core Facility wird vom Exzellenzcluster "Cellular Networks", der Initiative "Heidelberg Molecular Life Sciences" (HMLS) im Rahmen des Zukunftskonzeptes und dem Centre for Organismal Studies finanziert. Sie berät die Nutzer in der Projektplanung, führt die Probenvorbereitung und -sequenzierung durch und unterstützt die Datenauswertung. Ihr Angebot können alle Arbeitsgruppen der Lebenswissenschaften und der beiden Medizinischen Fakultäten der Ruperto Carola in Heidelberg und Mannheim nutzen.

Die Hochdurchsatzsequenzierung soll den Forschungslaboren der Universität Heidelberg neue innovative Projekte ermöglichen. Bei dieser auch als "deep sequencing" bezeichneten Methode wird jeder Genombaustein mehrfach gelesen, um so eine extrem hohe Genauigkeit zu erreichen. Sequenzierungen von Genomen werden beispielsweise genutzt, um krankheitsauslösende Mutationen ausfindig zu machen. Die Methoden an der neuen Core Facility werden in enger Zusammenarbeit mit der GeneCore Facility am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) und einer Arbeitsgruppe an der Medizinischen Fakultät Mannheim weiterentwickelt.

Quelle: idw/Universität Heidelberg




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