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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

26.11.2010

Neue Forschungseinrichtung der EU-Kommission sorgt für verlässlichere Messungen und Tests


Bessere Gesundheitsfürsorge, sicherere Lebensmittel und Umweltschutz sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie genaue Messungen die Lebensqualität der Bürger verbessern können. Am 23. November wird bei der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission im belgischen Geel eine neue wissenschaftliche Einrichtung aus der Taufe gehoben, die Messnormen in zukunftsträchtigen Bereichen wie den Biowissenschaften entwickeln soll.

Dazu Maire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: "Vom Lebensmitteleinkauf im Supermarkt bis hin zu Labortests sind die EU-Bürger darauf angewiesen, dass Messungen und Tests so genau und harmonisiert wie möglich ablaufen. Besonders wichtig ist dies für zukunftsträchtige Technologien wie Gentests und Nanotechnologie. Die neue Einrichtung wird der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC) die Möglichkeit geben, ihre Spitzenposition in der Messtechnik zu behaupten, indem sie international anerkannte Messnormen entwickelt, die EU- und weltweit von Labors als Benchmark zugrunde gelegt werden."

Die neue Einrichtung soll zur Entwicklung und Produktion von Referenzmaterialen genutzt werden, die eine genau bekannte Eigenschaft aufweisen und die Grundlage für komplexe Messungen bilden, wie z.B. den Gehalt an genetisch verändertem Mais oder die Zahl der Bakterien in einer Lebensmittelprobe. Die Gesamtkosten der Einrichtung belaufen sich auf 11 Mio. EUR - davon wurden 4,5 Mio. EUR aus den Einnahmen bestritten, die das JRC mit seiner Tätigkeit im Bereich Referenzmaterialien erzielt.

Die beim JRC-Institut für Referenzmaterialien und -messungen (IRMM) entwickelten und produzierten Referenzmaterialien verschaffen Labors in der ganzen Welt eine Grundlage, auf der sie genaue, harmonisierte und nachvollziehbare Ergebnisse liefern können, und helfen bei der Rechtsumsetzung, indem sie genaue und verlässliche Tests ermöglichen, auch in neuen Disziplinen wie den molekularen Biowissenschaften und der personalisierten Medizin.

Das Gebäude des Instituts umfasst eine große, flexible Produktionshalle, in der Verarbeitungs- und Messanlagen auf innovative Weise kombiniert werden. Damit verfügt Europa über eine einzigartige Einrichtung für die Entwicklung und Produktion von Referenzmaterialien, womit eine Brücke zwischen Labor- und industriellem Maßstab geschlagen wird. Das neue Gebäude beherbergt außerdem Labors für die Analyse von Schwermetallen und Proteinen sowie ein Speziallabor für die sichere Handhabung von Biowerkstoffen.

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Quelle: Europäische Union


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