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11.11.2010

Luftgüte in Österreich - garantiert genau gemessen


Das Umweltbundesamt eröffnet in Wien die erste Ringversuchsanlage für gasförmige Luftschadstoffe in Österreich. In der neuen Anlage können die Bundesländer die Messgenauigkeit ihrer Luftgütemessanlagen überprüfen. Derartige Ringversuchanlagen gibt es zum Beispiel in Deutschland und in der Forschungsstelle der Europäischen Kommission in Italien. "Die Ringversuchsanlage ist ein weiterer Meilenstein in unserer guten Zusammenarbeit mit den Bundesländern im Bereich der Umweltkontrolle. Gemeinsam stellen wir sicher, dass die Luftgütemessung in Österreich den strengen Qualitätsansprüchen genügt", erklärt Georg Rebernig, Geschäftsführer im Umweltbundesamt.

Für den Ringversuch kommen die Betreiber mit ihren Messgeräten und messen an der Ringversuchsanlage über mehrere Tage die Konzentrationen verschiedener gasförmiger Luftschadstoffe wie Ozon, Stickstoffoxid, Schwefel-, Stickstoff- und Kohlenstoffdioxid. Die Ergebnisse werden mit den Referenzwerten des Umweltbundesamt abgeglichen und geben Auskunft hinsichtlich Übereinstimmung und Genauigkeit der Messungen.

Die Ringversuchsanlage steht auch anderen Nutzern zur Verfügung: Messgeräte-Hersteller, Zivilingenieure und Labors für Immissionsmessungen haben die Möglichkeit, ihre Messungen in der neuen Ringversuchsanlage des Umweltbundesamt zu überprüfen. Auch an Firmen und Institutionen in den Nachbarländern und Beitrittskandidatenländern der EU richtet sich das Umweltbundesamt mit seinem Angebot.

Derzeit sind in ganz Österreich rund 150 Messstellen für die Luftgütemessung in Betrieb. Diese werden von den Bundesländern betrieben. Das Umweltbundesamt führt das österreichische Hintergrundmessnetz mit derzeit acht Messstellen. Die Daten, die über diese Messnetze gesammelt werden, liefern wertvolle Informationen über die Schadstoffbelastung der Luft in Österreich.

Einheitliche Standards für die Erhebungen sind dafür genauso notwendig wie verlässliche Messungen und ihre kontinuierliche Qualitätssicherung. Das Kalibrierlabor im Umweltbundesamt ist seit dem Jahr 2000 nationales EU-Referenzlabor für Luftschadstoffe und seit 2009 akkreditierte Kalibrierstelle. Durch internationale Vergleichsmessungen werden die im Labor verwendeten Methoden und Verfahren regelmäßig verifiziert und durch die Teilnahme an internationalen Ringversuchen Kompetenz und Qualität nachgewiesen.

Quelle: Umweltbundesamt Österreich




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