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11.11.2010

Mehr als 2300 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen im Jahr 2009


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es im Jahr 2009 in Deutschland 2313 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Dies waren 5% mehr als im Vorjahr (+ 110 Unfälle). Dabei wurden insgesamt 7,1 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe freigesetzt - dies entspricht dem Inhalt von circa 280 Tanklastzügen. Gegenüber dem Jahr 2008 ist das ein Rückgang um 18,5 Millionen Tonnen. Damals gab es einen einzelnen großen Unfall, bei dem allein etwa 19 Millionen Liter Kalilauge freigesetzt worden waren.

Zwei Drittel der im Jahr 2009 freigesetzten Menge konnten durch Umpumpen oder Umladen in andere Behälter oder Einbringen von Sperren in Gewässern zurückgewonnen werden. Das übrige Drittel (gut 2,3 Millionen Liter) belastete hingegen unmittelbar die Umwelt. Das führte hauptsächlich zu Verunreinigungen des Bodens und teilweise zu Mehrfachbelastungen des Wasserhaushaltes, weil gleichzeitig Kanalnetze und Oberflächengewässer verschmutzt wurden.

Knapp 64% der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen (1 477) ereigneten sich beim Transport. Dabei wurden 0,7 Millionen Liter Schadstoffe freigesetzt. 92,9% der Transportunfälle geschahen bei der Beförderung mit Straßenfahrzeugen, 6,7% bei Schiffs- und Eisenbahntransporten.

836 Unfälle ereigneten sich beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in gewerblichen und privaten Anlagen - gegenüber 2008 ist das ein Anstieg um 14% (+ 102 Unfälle). Die dabei freigesetzte Menge an Schadstoffen (6,3 Millionen Liter) ist mit dem Vorjahr wegen des damaligen Kalilauge-Unfalls nur bedingt vergleichbar. Mit 5,2 Millionen Liter hatten im Jahr 2009 Jauche, Gülle und Silagesickersaft den weitaus größten Anteil an den freigesetzten Stoffen in Anlagen insgesamt.

Weiterführende Ergebnisse und Informationen, unter anderem zur Definition von wassergefährdenden Stoffen und zu deren Klassifizierung enthält die Fachserie 19 Reihe 2.3, die kostenfrei über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes heruntergeladen werden kann.

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Quelle: Statistisches Bundesamt




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