Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

13.10.2010

Expertin für Mikro- und Nanoanalytik lehrt in Iserlohn


Als Professorin für das Lehrgebiet Mikro- und Nanoanalytik wurde Dr. Nicole Rauch an die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn berufen. Sie lehrt im Studiengang Bio- und Nanotechnologien.

Prof. Rauch studierte Werkstoffwissenschaften an der Universität Saarbrücken und spezialisierte sich dort auf den Bereich der metallischen Werkstoffe. Nach ihrem Studium nahm sie eine Tätigkeit bei der Saarstahl AG im Forschungs- und Entwicklungsbereich auf. Am Laurence Berkeley National Laboratory bei San Francisco, USA, setzte sie für zwei Jahre ihre wissenschaftliche Karriere fort und forschte dort auf dem Gebiet der Hochtemperaturbenetzungskinetik von Metallen. Ihre Promotion schloss sie anschließend am MPI Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart ab. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigte sich Prof. Rauch dort nach ihrer Promotion vorrangig mit Biomaterialien und der Frage, wie sich Hautzellen auf Hydrogelen mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften ausbreiten. Dazu zählte auch die Bestimmung der mechanischen Eigenschaften dieser Hydrogele. Diese Grundlagenforschung dient der Verbesserung von Implantatwerkstoffen. Schwerpunkt ihrer anschließenden Tätigkeit im Naturwissenschaftlich-Medizinischen Institut der Universität Tübingen war die Oberflächenanalytik, speziell die hochauflösende Photoelektronen-Spektroskopie. Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen stand die Sauberkeit von Medizinprodukten im Krankenhausbereich sowie die Prüfung von Bandscheiben- implantaten und Gelenkknorpeln für das Knie aus Hydrogelen und deren verformungs- und fließtechnischen Eigenschaften.

An der Fachhochschule Südwestfalen wird sie die Studierenden mit der Werkstofftechnik und der Oberflächenanalytik vertraut machen. Im Bereich der Forschung wird Prof. Rauch sich weiterhin mit Hydrogelen für Gewebeersatz und deren mechanischen Eigenschaften beschäftigen, insbesondere mit deren Auswirkungen auf die Knochen- und Hautzellen. Für den Lehr- und Forschungsbereich von Prof. Rauch wurde die Laborausstattung um zwei Geräte erweitert: Einem Rasterkraftmikroskop und einem Rotationsrheometer mit Hochfrequenzoption. Mit dem Rasterkraftmikroskop können unter anderem auch biologische Zellen untersucht und Oberflächenabbildungen bis hin zu atomaren Strukturen dargestellt werden. Zusätzlich ermöglicht es die Bestimmung von mechanischen Materialeigenschaften. Das Rotationsrheometer in Verbindung mit einer Hochfrequenzoption ermöglicht die Untersuchung viskoelastischer Eigenschaften bis hin zu Flüssigkeiten. Damit kann es für Messungen in unterschiedlichsten industriellen Anwendungsbereichen eingesetzt werden: Von pharmazeutischen und kosmetischen Formulierungen und Medizinprodukten über Farben, Lacke und Druckertinte bis hin zu Polymeren. "Im rheologischen Bereich sind wir damit eine von wenigen Hochschulen in Deutschland, die über eine solche Laborausstattung verfügen", berichtet Prof. Rauch und bietet der Industrie gleichzeitig an, diese Ausstattung für Untersuchungen zu nutzen.

Quelle: idw/Fachhochschule Südwestfalen




Abonnieren:

Empfehlen: