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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

21.09.2010

Köln wird deutsches Zentrum der Beschleuniger-Massenspektrometrie


Köln bekommt ein neues Forschungs-Highlight: Im Institut für Kernphysik (IKP) der Universität wird das neue 6 Millionen Volt Beschleuniger-Massenspektrometer des "Cologne AMS, Center for Accelerator Mass Spectrometry" eingeweiht. Nach einer einleitenden Testphase wird damit ab Mitte 2011 der Wissenschaftsgemeinschaft ein modernes leistungsfähiges Massenspektrometer als zentrale Deutsche Einrichtung für innovative Applikationen zur Verfügung stehen. Mit dem "Cologne AMS" wird dem Forschungsstandort Köln in Zukunft deutschlandweit eine besondere Bedeutung gegeben.

Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschft (DFG) geförderten Großgerät kann eine große Zahl verschiedenster kosmogener Nuklide mit einer extrem hohen Empfindlichkeit nachgewiesen und quantitativ vermessen werden. Kosmogene Nuklide, wie das bekannte 14C, entstehen auf natürlichem Weg aus kosmischer Strahlung. Forschungsprojekte der Geologie und Mineralogie sowie auf den Gebieten der Klima- und Umweltforschung können die in Köln zur Verfügung gestellte Technik erfolgreich einsetzen, zum Beispiel zur Datierung oder Untersuchung von Erdoberflächenprozessen. Weitere Anwendungsgebiete findet man in der Archäologie und der Nuklearen Astrophysik.

Die Einweihung des Massenspektrometers ist der Höhepunkt der 50-Jahresfeier des IKP. Bereits am Donnerstag, dem 30. September 2010 beginnen die Feierlichkeiten mit einem Symposium, an dem zahlreiche nationale wie internationale Kollegen teilnehmen werden.

Quelle: idw/Universität Köln




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