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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

15.09.2010

Schneller Code für Gerüche entdeckt


Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen haben herausgefunden, wie das Gehirn im Bruchteil einer Sekunde Duftstoffe unterscheiden kann. Forschungsergebnisse veröffentlicht in Wissenschaftszeitschrift "Neuron".

Über die Sinne wahrnehmen ist ein schneller Prozess. Ein Blick genügt, um eine komplexe Szene visuell zu erfassen. Ohne die Fähigkeit des Ohres, Signale zeitlich enorm aufzulösen, wäre ein Verständnis von Sprache und Musik gar nicht möglich. Aber nicht nur der Hör- und Sehsinn zeichnen sich durch schnelle Reaktionen aus. Neuere Studien zeigen: Auch Gerüche können Mensch und Tier in weniger als einer Sekunde erkennen.

Wissenschaftler aus der Universitätsmedizin Göttingen haben nun herausgefunden, welchen neuronalen Mechanismus das Gehirn nutzt, um sehr schnell auf Gerüche reagieren zu können. Sie konnten nachweisen: Die Information über einen Duftstoff ist schon in der zeitlichen Abfolge der jeweils ersten neuronalen Impulse einer Population von Neuronen enthalten. Die Forschungsergebnisse hat Dr. Stephan Junek im Rahmen seiner Doktorarbeit gewonnen. Die Untersuchungen dazu fanden im Labor von Prof. Dr. Dr. Detlev Schild, Direktor der Abteilung Neurophysiologie und Zelluläre Biophysik, Universitätsmedizin Göttingen, statt. Beide Wissenschaftler sind an der Universitätsmedizin Göttingen, am Bernstein Center Computational Neuroscience (BCCN) Göttingen und am DFG-Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB) tätig. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse ihrer Grundlagenforschung in der Zeitschrift "Neuron" am 9. September 2010.

Quelle: idw/Nationales Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience




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