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02.08.2010

analytica China 2010 behauptet Leitmessecharakter


Qualitätskontrolle in der Lebensmittel- und Arzneimittelindustrie sowie aktuelle Verfahren und Methoden in der Umweltanalytik sind die Top-Themen, die den chinesischen Markt derzeit bewegen. Neueste Produktinnovationen und -lösungen hierzu zeigen die Aussteller der fünften analytica China 2010. Diese findet vom 15. bis 17. September 2010 im Shanghai New International Exhibition Center (SNIEC) statt. Rund 445 Unternehmen aus 19 Ländern werden in diesem Jahr präsent sein. Darunter zahlreiche internationale Branchenführer wie Agilent, Dionex, Eppendorf China und GE Healthcare. Widergespiegelt werden die Fokusthemen darüber hinaus im begleitenden Konferenzprogramm mit renommierten Wissenschaftlern aus aller Welt.

"Der große Zuspruch chinesischer und internationaler Unternehmen an der diesjährigen analytica China unterstreicht den Leitcharakter, den die Messe nach nur wenigen Jahren in China erreicht hat", so Projektleiterin Susanne Grödl. Die chinesische Tochter der internationalen Leitmesse analytica erwartet für 2010 einen Ausstellerzuwachs von ca. 37 Prozent. Knapp zwei Drittel der Aussteller stammen aus China. Der hohe Anteil international ausstellender Unternehmen hebt den Stellenwert des Wachstumsmarktes China hervor. Weitere vertretende Länder sind unter anderem Indien, Japan, Frankreich, Korea, Mexiko, Spanien, Thailand und die USA. Australien, Deutschland und Großbritannien werden auch mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein.

Wachstumsmarkt Analyse- und Laborgeräte

Nicht nur weltweit, auch in China wächst die Bedeutung der Qualitätskontrolle in der Lebensmittel- und Arzneimittelindustrie und die Rolle von Analyseverfahren im Umweltsektor. Die steigende Nachfrage an hochwertigen Analyse- und Laborgeräten spiegelt sich auch in Prognosen wider: Branchenexperten erwarten, dass der Marktwert für Analysegeräte in der Umwelttechnik in diesem Jahr auf 11 Million RMB (rund 1,3 Millionen Euro) wächst. Bis 2013 soll sich der Marktwert bei 20 Millionen RMB (ca. 2,35 Millionen Euro) befinden. Diese Aussagen werden unter anderem gestützt von der Tatsache, dass die Anzahl mittelständischer Lebensmittelhersteller in China 2009 auf 37.000 Unternehmen angestiegen ist und vor allem hier - aus Angst vor weiteren Lebensmittelskandalen - Investitionen zu erwarten sind.

Zukunftsbranche Biotechnologie

Deutliches Wachstum zeichnet sich ebenfalls in der Biotechnologie ab. Der Marktwert in diesem Bereich wird 2010 mit 800 Millionen RMB (rund 94 Millionen Euro) eingeschätzt, 2015 soll sich dieser fast verdoppeln. Um die Entwicklungen im Bereich Biomedizin, Biotreibstoff und biologischen Sanierungsverfahren voranzutreiben, wurde im Mai 2010 die "Strategic Science Instrument Industry Innovation Alliance" gegründet, die sich unter anderem aus führenden Unternehmen der chinesischen Biotech-Branche, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrieverbänden zusammensetzt. Die zunehmende Bedeutung dieser Branche spiegelt sich auch auf der analytica China wider - so ist der Ausstellungs- und Konferenzteil in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, beispielsweise durch teilnehmende Unternehmen wie Bio-rad, Capital Bio, Sigma Aldrich und Tecan.

analytica China Conference

Abgerundet wird die Ausstellung durch die etablierte analytica China Conference, die in China zu den wichtigsten wissenschaftlichen Konferenzen der Branche zählt. Renommierte Referenten greifen die Top-Themen der Messe in ihren Vorträgen auf und präsentieren neue Erkenntnisse und Trends. Darunter Prof. Dr. Ralf Zimmermann (Helmholtz Zentrum München), der bereits Ende März auf der analytica in München das Fachpublikum mit seinen Forschungsergebnissen zur Feinstaubproblematik überzeugte. Auch die Gewinner des von Roche gestifteten analytica Forschungspreises sind in Shanghai vertreten. Sie wurden von der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. für ihre grundlegenden Arbeiten auf den Gebieten von Mikrochips und Zellanalytik ausgewählt: Der Biologe Dr. Matthias Selbach präsentiert eine neue Markierungsmethode, das "pulsed SILAC-Verfahren". Die Chemikerin Prof. Dr. Petra Dittrich stellt ihre Idee eines scheckkartengroßen Chips mit miniaturisierten Laborkomponenten vor, dessen Entwicklung auf Erkenntnisse in der Mikro- und Nanotechnologie beruht.

Ihren hohen Stellenwert verdankt die Konferenz auch den angesehenen Teilkonferenzen wie dem Shanghai International Symposium on Analytical Chemistry mit internationalen, renommierten Wissenschaftlern wie Erkang Wang und Ruqin Yu (Academician of Chinese Academy of Sciences) sowie dem Symposium on Proteomics and Disease 2010 und dem Sino-German Symposium 2010.

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Quelle: Messe München GmbH




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