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02.08.2010

EFSA veröffentlicht Daten zu PCB-Mengen in Lebensmitteln


Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen Bericht über nicht-dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle in Lebensmitteln und Futtermitteln veröffentlicht. Im Jahr 2002 hat die Europäische Kommission einen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung des Anteils von Dioxinen und PCB in Lebensmitteln und Futtermitteln veröffentlicht und empfohlen, dass die Mitgliedstaaten die weitere Entwicklung verfolgen.

Der vom für Datenerhebung und Expositionsabschätzung zuständigen DATEX-Referat erstellte Bericht beruht auf insgesamt 11 214 Lebensmittel- und 1 349 Futtermittelproben, die in den Jahren 1999 bis 2008 in 18 EU-Mitgliedstaaten, in Island und in Norwegen genommen wurden. Der Bericht folgt auf einen zuvor in diesem Jahr veröffentlichten Bericht zu dioxinähnlichen und nicht-dioxinähnlichen PCB.

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind eine weit verbreitete Klasse von langlebigen Chemikalien, die sich in der Umwelt und in Menschen ansammeln. Sie stehen mit einem breiten Spektrum gesundheitlicher Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit in Verbindung. Obwohl die Herstellung und Verwendung von PCB in den meisten Ländern seit den 1980er Jahren eingestellt wurden, sind immer noch große Mengen in elektrischen Geräten, Kunststofferzeugnissen und Baumaterialien enthalten.

PCB können in die Umwelt gelangen und Menschen sind ihnen vor allem durch Lebensmittel ausgesetzt, mit Ausnahme von besonderen Fällen unfall- oder arbeitsbedingter Exposition. Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat PCB als wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen eingestuft . Das EFSA-Gremium für Kontaminanten in der Lebensmittelkette (CONTAM-Gremium) hat im Jahr 2005 eine Bewertung eine Risikobewertung zum Vorkommen von nicht-dioxinähnlichen PCB in Lebensmitteln und Futtermitteln durchgeführt.

Aus dem heute veröffentlichten Bericht der EFSA geht hervor, dass die höchste Belastung in verschiedenen Fischen und Fischerzeugnissen festgestellt wurde, gefolgt von tierischen Produkten, wie Rohmilch, Molkereierzeugnissen, Eiern und Eiprodukten. Am wenigsten belastet sind Obst und Gemüse. Desgleichen wurde die höchste Belastung bei Tierfutter in aus Fisch gewonnenen Futtermitteln, wie beispielsweise in Fischöl.

Die EFSA empfiehlt kontinuierliche Stichprobenuntersuchungen mit einer ausreichenden Anzahl von Proben in jeder Lebensmittel- und Futtermittelgruppe, damit das Vorkommen von PCB in der Nahrungsmittelkette genau bewertet und überwacht werden kann.

Quelle: European Food Safety Authority (EFSA)




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