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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.03.2010

Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Forschungsarbeiten zur Strukturbestimmung organischer Verbindungen verliehen


Die Chemikerin Dr. Christina Thiele erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis 2010. Damit würdigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Thieles Forschungsarbeiten zur Strukturbestimmung organischer Verbindungen. Dank dieser Grundlagenforschung soll langfristig die Wirksamkeit von Arzneimitteln oder die Aktivität von Katalysatoren verbessert werden können. Die 35-jährige Chemikerin forscht am Clemens-Schöpf-Institut für Organische Chemie und Biochemie der Technischen Universität Darmstadt. Der mit 16.000 Euro dotierte Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG gilt als die wichtigste Auszeichnung für den Forschungsnachwuchs in Deutschland.

Dr. Christina Thiele hat sich in der Fachwelt durch ihre innovativen Arbeiten zur kernresonanzspektroskopischen Aufklärung von Molekülstrukturen einen Namen gemacht. Bei der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie (kurz: NMR-Spektroskopie) handelt es sich um eine Methode der Strukturaufklärung, die in verschiedensten Feldern der Chemie eingesetzt wird. Mit ihrer Hilfe ist es nicht nur möglich, ein statisches drei-dimensionales "Bild" der Verbindung zu erzeugen, sondern auch die in Lösung vorliegenden dynamischen Prozesse zu untersuchen. Gerade diese dynamischen Prozesse sind für die Funktion der untersuchten Verbindungen oft ausschlaggebend. Thieles Untersuchungen können daher unter Umständen zum Verständnis der zeitlichen Änderung von Molekül-Strukturen und damit zum Verständnis ihrer Funktionen - als Wirkstoffe, Materialien oder auch Katalysatoren - beitragen.

Quelle: idw/Technische Universität Darmstadt




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