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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

08.01.2010

FirstDefender identifizierte Sprengstoff von Anschlag auf Flug NW 253


Binnen weniger Sekunden hat die Feuerwehr von Warren/Detroit mit dem First Defender, einem kleinen, mobil einsetzbaren Raman-Spektrometer, den bei dem versuchten Attentat verwendeten Sprengstoff identifiziert. Der Attentäter Farouk Abdulmutallab hatte ca. 80g PETN in einem Kondom in seiner Unterhose versteckt. PETN gilt als einer der stärksten Plastiksprengstoffe.

Nach dem vereitelten Anschlag auf den Airbus A330 Flug Northwest Airlines 253 von Amsterdam nach Detroit wollte das FBI natürlich sofort wissen welcher Sprengstoff an Bord verwendet wurde. Die Feuerwehr von Warren/Detroit eilte mit ihrem FirstDefender zu Hilfe. Der Analysator bestätigte den Anfangsverdacht der Ermittler innerhalb von nur 30 Sekunden. Bisher hatte die Feuerwehr von Warren-Detroit den FirstDefender hauptsächlich genutzt um den Einwohnern der Stadt bei der Identifizierung unbekannter Chemikalien zu helfen.

Der FirstDefender aus dem Hause Ahura Scientific - in Deutschland vertrieben über die ServanTech GmbH & Co. KG/Rosbach, ist ein nur etwa 1,8 kg leichtes Gerät. Es kann unmittelbar am Ort des Geschehens potentielle Gefahrstoffe wie Sprengstoffe und Drogen identifizieren, egal ob es sich um Flüssigkeiten oder Feststoffe handelt. Der Analysator erkennt die Stoffe sogar durch transparente Plastik- oder Glasverpackungen hindurch, so dass sich Polizeibeamte und Sicherheitskräfte keinem Risiko aussetzen. Er unterscheidet schnell und sicher gefährliche von harmlosen Substanzen. Die Substanzen selbst werden dabei nicht zerstört oder verändert. Das Gerät ist einfach zu bedienen, robust und für den Einsatz unter widrigsten Bedingungen konzipiert. Es entspricht der strengen US-Norm für Militäreinsätze.

Hintergrundinformation:

PETN ist die Abkürzung für Pentaerythrittetranitrat. Dieser auch Pentrit oder Nitropenta genannte Sprengstoff gehört chemisch zur selben Familie wie Nitroglycerin. Werden die farblosen PETN-Kristalle mit Vaseline, Öl oder Wachs gemischt, entsteht daraus ein formbarer Plastiksprengstoff. PETN kann - verglichen mit anderen Sprengstoffen - mit geringerem Risiko weiterverarbeitet und unauffällig transportiert werden, aber schon geringe Mengen entwickeln große Explosionskraft. PETN wird normaler-weise zur Herstellung von Sprengschnüren, Sprengkapsel- und Übertragungsladungen oder militärischen Zwecken verwendet. Plastiksprengstoff wird von Terroristen gerne benutzet, da er bei den üblichen Kontrollen nicht so leicht entdeckt wird. Außerdem ist er weniger explosionsempfindlich als andere Sprengstoffe.

Quelle: ServanTech GmbH & Co. KG


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