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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

04.01.2010

Neues Zentrum für Spektroelektrochemie


Seit 1.12.2009 gibt es am Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) ein Zentrum für Spektroelektrochemie. Damit soll die Entwicklung spektroelektrochemischer Methoden vorangetrieben und vor allem für die Anwendung in der Industrie attraktiv gemacht werden.

Die Spektroelektrochemie als Kombination elektrochemischer und verschiedener spektroskopischer Methoden ist ein Kennzeichen der modernen elektrochemischen Forschung. Elektrochemische Meßmethoden allein liefern nur Informationen zum Ladungstransfer zwischen den Reaktionspartnern. In der Kombination mit spektroskopischen Verfahren werden zusätzlich Informationen zur Struktur der Reaktionspartner gewonnen. Für die Elektrochemie moderner Materialien wie organischen Strukturen in Bauelementen, leitfähigen Polymeren, Li-Speicherstrukturen und Kohlenstoffnanostrukturen (Nanoröhren, Fullerene oder Graphene) von Bedeutung, da diese in elektrochemischen Prozessen in geladene Zustände versetzt oder umgesetzt werden, was nur mit spektroskopischen Methoden exakt erfasst werden kann.

Das IFW Dresden ist auf dem Gebiet der Spektroelektrochemie international führend. Dabei kann es sich sowohl auf eine breite Palette modernster instrumenteller Möglichkeiten stützen als auch auf hoch spezialisierte und kompetente Wissenschaftler. Dieses große Potential soll nach außen stärker sichtbar und für Kooperationspartner in der Wissenschaft und in der Industrie nutzbar werden. Dies war die Motivation für Prof. Dr. Lothar Dunsch, das Zentrum für Spektroelektrochemie am IFW Dresden zu gründen. Das Zentrum soll auch den internationalen Austausch und den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Spektroelektrochemie befördern und für die Weiterbildung auf diesem Gebiet der modernen Elektrochemie wirken.

Am 1. Dezember 2009 fand die Gründungszeremonie des neuen Zentrums für Spektroelektrochemie statt. Die Festrede hielt Prof. Dr. Christopher Brett, Universität Coimbra/Portugal und Past-Präsident der International Society of Electrochemistry über die neusten Entwicklungen der Elektrochemie. Als erster Gast des Zentrums wurde James Whitaker, Doktorand an der Colorado State University in Ft. Collins/USA, begrüßt.

Quelle: Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW)




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