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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

20.02.2009

Umfrage: Chemische Industrie pessimistisch für 2009


Die Chemieunternehmen haben im November und Dezember 2008 des vergangenen Jahres die Produktion deutlich gedrosselt. Die Gründe lagen in der sehr schwachen Nachfrage zum Jahresende und einem Abbau bestehender Lagerbestände.

Zu Jahresbeginn bleibt die Lage weiterhin schwierig. Die Lagerbestände haben sich zwar zum Teil verringert, dennoch hat sich die Kapazitätsauslastung im Januar nicht verbessert. Die Produktion lag im Januar weiterhin auf niedrigem Niveau.

Schwache Nachfrage nach Chemikalien: Umsatzrückgang im Januar

Die Mehrzahl der Unternehmen berichtet von Umsatzrückgängen im Januar 2009 im Vergleich zum Jahresende 2008. Dies liegt zum Teil auch an Preisrückgängen, da die Rohstoffpreise deutlich zurückgegangen sind. Sowohl das In- wie auch das Auslandsgeschäft sind gleichermaßen betroffen. Unternehmen, die in einer wenig konjunktursensiblen Sparte wie zum Beispiel Pharma tätig sind, erleiden keine oder nur geringe Umsatzeinbußen.

Ausblick: Unternehmen überwiegend pessimistisch

Die Mehrzahl der befragten Unternehmen ist bei der Beurteilung der weiteren Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 pessimistisch. Für die Sparten Anorganische Grundchemikalien, Petrochemie, Polymere und Fein- und Spezialchemikalien wird eine Stagnation oder gar noch ein weiterer Rückgang erwartet. Optimistischer ist die Branche für die konsumnahen Sparten wie Pharmazeutika oder Wasch- und Körperpflegemittel. Hier erwarten die Unternehmen eine leichte Belebung im weiteren Jahresverlauf.

Finanzierungsbedingungen haben sich verschlechtert

Die Finanzierungsbedingungen haben sich in den letzten Monaten insgesamt verschlechtert. Gerade große Unternehmen sind hiervon betroffen. Mittelständische Unternehmen berichten dagegen teilweise von einer Verbesserung der Kreditvergabe.

Beschäftigung: Kurzarbeit nimmt zu

Die Unternehmen planen in der Krise die Kurzarbeit auszubauen. Darüber hinaus werden flexible Arbeitszeitinstrumente in Anspruch genommen. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation sei aber auch eine Reduzierung der Stammbelegschaft nicht mehr auszuschließen.

Konjunkturpakete I und II: Branche profitiert bisher kaum

Die Mehrzahl der befragten Chemieunternehmen sieht durch die Konjunkturpakete noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Branche. Eine Ausnahme bilden Unternehmen mit Nähe zum Bau- oder Automobilsektor. Gleichwohl erhofft man sich eine allgemeine stabilisierende Wirkung und eine Belebung des Konsums. Darüber hinaus fordern die Unternehmen vielmehr eine generelle Verbesserung der Standortbedingungen.

Quelle: Verband der Chemischen Industrie (VCI)




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