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03.12.2009

Deutsch-Russisches Zentrum für Terahertz-Forschung gegründet


Die Terahertzstrahlung, auch Submillimeterwellen genannt, liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen der Infrarot- und der Mikrowellenstrahlung. Da sie lange Zeit nur sehr eingeschränkt genutzt werden konnte, sprach man auch von der Terahertz-Lücke im elektromagnetischen Spektrum. Erst vor kurzem wurde damit begonnen, die Terahertzstrahlung als Forschungsfeld zu erschließen und sie so für verschiedene Anwendungen nutzbar zu machen.

Die Forschung mit Terahertzstrahlung steht nun im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten "Deutsch-Russischen Zentrums für Terahertz-Forschung und Technologie", das vor kurzem an der Fakultät Physik der Universität Regensburg neu eingerichtet wurde. Auf russischer Seite sind dabei drei renommierte Forschungsinstitutionen - das IOFFE Institut und die Polytechnische Universität in St. Petersburg, sowie die Lomonosov Universität in Moskau - als Kooperationspartner eingebunden. Auf deutscher Seite werden die Aktivitäten vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg koordiniert. Neben Prof. Dr. Dieter Weiss ist vor allen Dingen Prof. Dr. Sergey Ganichev als Direktor des neuen Zentrums an der künftigen Arbeit beteiligt.

Die Terahertzforschung schließt die Lücke zwischen dem optischen und dem Mikrowellen-Spektralbereich und verspricht sowohl für die Festkörperphysik wie auch für die Bildgebung in Medizin und Sicherheitstechnik neuartige Anwendungen. Im Rahmen des Zentrums für Terahertz-Forschung und Technologie stehen Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Spintronik, Optik und Optoelektronik als auch die Entwicklung von THz-Halbleiterquellen und -detektoren auf der Agenda.

Darüber hinaus ist es das erklärte Ziel des Zentrums, eine engere Zusammenarbeit zwischen deutschen und russischen Wissenschaftlern auf diesem aktuellen und zukunftsträchtigen Forschungsfeld zu fördern. Dies soll durch die Finanzierung von Aufenthalten von Gastwissenschaftlern und durch gemeinsame Tagungen der beteiligten Einrichtungen erreicht werden.

Quelle: idw/Universität Regensburg




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