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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

01.12.2009

Weiterer massiver Stellenabbau in der Chemie


Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird auch im kommenden Jahr deutlich zu spüren sein. Ausgehend von rund 432.900 Beschäftigten in der chemischen Industrie wird die Branche voraussichtlich knapp 6.200 Stellen abbauen. Dies wären rund 1,4 Prozent weniger Beschäftigte in den Unternehmen der chemischen Industrie in Deutschland.

Zu diesem Ergebnis kommt die vom VAA - Führungskräfte Chemie durchgeführte Umfrage, in der sich Führungskräfte zu den Personalperspektiven des kommenden Jahres äußerten. Die in die Umfrage einbezogen Unternehmen decken fast 95 Prozent aller in der chemischen Industrie Beschäftigten ab.

Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender des VAA: "Wir haben die Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht überwunden. Auch wenn die Produktion langsam wieder anzieht, wird die chemische Industrie nach wie vor mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen haben." Fischer ruft dennoch zu einer nachhaltigen Personalpolitik auf: "Unternehmen sollten die demografische Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. Ob Krise oder nicht: Investitionen in die Ausbildung junger Führungskräfte und generationenübergreifender Wissenstransfer sichern langfristigen Erfolg."

Voraussichtlich wollen nur fünf Prozent der Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen. 54 Prozent planen eine Reduzierung der Belegschaft, der Rest geht von einer konstanten Beschäftigtenzahl aus. Hierbei zeigen sich keine Unterschiede zwischen Großunternehmen und kleinen sowie mittelständischen Betrieben.

Wie in 2009 sind vor allem die Bereiche Produktion und Serviceleistungen von Stellenreduzierungen betroffen. Für Personalaufstockungen sorgen erneut Pharma und Spezialchemie.

Prognoserisiken entstehen durch den nicht mit Sicherheit abschätzbaren weiteren Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Quelle: Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA)




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