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02.02.2009

Experte für Molekulare Biotechnologie wird Merck-Stiftungsprofessor


Die vom Pharma- und Chemieunternehmen Merck gestiftete Professur für Molekulare Biotechnologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist nun besetzt: Dr. Helge Björn Bode vom Institut für Pharmazeutische Biotechnologie der Universität des Saarlandes ist seit Dezember 2008 Merck-Stiftungsprofessor. Der 35-jährige Hochschullehrer gilt als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Molekularen Biotechnologie, die sich mit dem Einsatz und der gezielten Nutzung biologischer Prozesse von Organismen und Zellen befasst. Der Unternehmensbereich Chemie von Merck fördert die zunächst auf fünf Jahre festgelegte Professur mit 1,25 Millionen Euro.

"Professor Bode ist ein ausgezeichneter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Biotechnologie und forscht seit Jahren an Themen, die für Merck im Hinblick auf die Identifizierung und Herstellung von biopharmazeutischen Medikamenten interessant sind", sagt Dr. Thomas Geelhaar, Chief Technology Officer Chemicals bei Merck. "Mit der Stiftungsprofessur möchte Merck außerdem einen Beitrag dazu leisten, in Standortnähe die Ausbildung hoch qualifizierter Nachwuchswissenschaftler sicher zu stellen."

Der Fokus der neuen Stiftungsprofessur liegt in den Bereichen angewandte Biotechnologie, Naturstoff- und Biochemie. "Durch unsere Forschung gewinnen wir beispielsweise aus Bakterien Substanzen, für deren Weiterentwicklung zu Medikamenten wir Partner wie Merck brauchen", erklärt Professor Bode. "Das kann eine Universitätsgruppe allein nicht leisten."

"Die Zusammenarbeit mit Professor Bode eröffnet Merck die Chance, innovative Technologien zur Produktion von sogenannten ,kleinen Molekülen" und von Proteinen mit Hilfe von Mikroorganismen zu untersuchen und zu bewerten. Dieses Forschungsgebiet, die Weiße Biotechnologie, gewinnt immer größere Bedeutung sowohl für die Pharmazie als auch für die Chemie"; erläutert Professor Thomas Herget, Leiter der Abteilung New Technology Evaluation innerhalb der Sparte Performance & Life Science Chemicals und einer der Initiatoren der Stiftungsprofessur bei Merck.

Seit Januar dieses Jahres arbeiten Bode und seine Mitarbeiter daran, einen fachübergreifenden Masterstudiengang Biotechnologie zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt zu etablieren. Der neue Studiengang und die Forschungsinhalte sollen praxisnah ausgerichtet sein.

Helge Björn Bode studierte Chemie und Biologie an der Georg-August-Universität in Göttingen und promovierte 2000 in organischer Chemie. Als Post-Doktorand arbeitete er an verschiedenen Forschungsprojekten bei der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung Braunschweig und der Stanford University (USA). Von 2004 bis 2005 war er Junior-Professor für Naturstoffbiotechnologie am renommierten Institut für Pharmazeutische Biotechnologie der Universität des Saarlandes. Seit Anfang 2006 leitete er dort außerdem eine Nachwuchsgruppe im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Bode erforscht Naturstoffe aus Myxobakterien sowie aus insektenpathogenen Bakterien. Aus beiden Organismenarten können potenzielle Wirkstoffe gegen Krebs sowie Antibiotika gewonnen werden.

Die Einrichtung der Stiftungsprofessur für Biotechnologie ist ein weiterer Baustein in der gezielten Hochschulförderung von Merck. Bereits seit letztem Jahr unterstützt die Sparte Merck Serono die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für molekulare Krebstherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie drei weitere Professuren an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (Schweiz).

Quelle: Merck KGaA




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