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22.10.2009

Forschung zum Geruchssinn wird mit dem Eppendorf & Science Prize 2009 ausgezeichnet


Alle Tiere leiten wesentliche Informationen aus einer Fülle von verschiedenen Geruchssignalen in ihrer Umgebung ab. Insekten besitzen besonders hochentwickelte "Nasen", mit denen sie Nahrung erkennen können, die sie vor Gefahr warnen, und die eine wichtige Rolle bei vielen sozialen Interaktionen, wie z.B. beim Balzverhalten, spielen. Dr. Richard Benton, Assistant Professor am Center for Integrative Genomics an der Universität Lausanne, Schweiz, hat den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology 2009 für seine Forschung zur Erkennung von flüchtigen, chemischen Signalen bei Insekten gewonnen.

Dr. Bentons Studien haben sich auf die Geruchsrezeptoren der Fruchtfliege Drosophila melanogaster konzentriert. Seine Arbeit zeigte unerwartete evolutionäre Parallelen zwischen Chemosensorik beim Insekt, Immunerkennung und synaptischer Transmission. Dr. Benton hat gezeigt, dass Insekten für die Geruchserkennung ungewöhnliche molekulare Mechanismen hervorgebracht haben und Moleküle "ausleihen", die bei anderen Tieren die Kommunikation zwischen Neuronen ermöglichen oder im Immunsystem zum Aufspüren von Bakterien dienen. Dr. Benton schreibt: "Unsere Entdeckungen zeigen, dass die Nervensysteme bei Tieren sehr unterschiedliche Lösungen zu ein und derselben Sinneswahrnehmungsproblematik entwickeln können. Durch die gezielte Modifikation dieser ungewöhnlichen molekularen Mechanismen mit speziellen chemischen Inhibitoren kann es möglich sein, das durch Gerüche hervorgerufene Verhalten von Insekten, die menschliche Krankheiten wie Malaria übertragen, zu steuern."

Wie Dr. Axel Jahns in der Hamburger Firmenzentrale von Eppendorf erklärt, wird dieser "gemeinsam von der Firma Eppendorf und dem angesehenen Fachmagazin Science ausgelobte und mit US$ 25.000 dotierte, internationale Preis an Wissenschaftler verliehen, die 35 Jahre alt oder jünger sind und außergewöhnliche, auf molekular- und zellbiologischen Methoden basierende Beiträge zur neurobiologischen Forschung geleistet haben. Dr. Richard Benton wurde von einem Komitee angesehener Wissenschaftler unter dem Vorsitz von Dr. Peter Stern, Senior Editor von Science als Gewinner des Eppendorf & Science Prize 2009 ausgewählt. Die Überreichung fand am 19. Oktober 2009 in Chicago, USA, im Rahmen eines Festbanketts für über 80 Gäste aus der wissenschaftlichen Gemeinde statt."

Quelle: Eppendorf AG




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