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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

06.01.2009

HCl-Emissionen: Neuausgabe der EN 1911


Der Entwurf der DIN EN 1911 beschreibt das manuelle Standardreferenzverfahren zur Bestimmung des Gehalts an gasförmigen Chloriden (angegeben als HCl) in Abgasen. Dies beinhaltet die Festlegung von Mindestanforderungen an das Messverfahren, deren Einhaltung sicherstellt, dass eine vorgegebene Messunsicherheit eingehalten wird. Das Verfahren ist anwendbar für Abgase, in denen die Chloridkonzentration bei Normalbedingungen zwischen 1 mg/m3 und 5 000 mg/m3 liegt, und dient zur Überwachung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte, z. B. für Großfeuerungsanlagen und Abfallverbrennungsanlagen. Drei Analysenverfahren stehen zur Auswahl: potentiometrische Titration, Photometrie und Ionenchromatographie.

Ein kritischer Punkt bei diesem Verfahren ist die Filtrationstemperatur. Um Minderbefunde durch Nebenreaktionen zu vermeiden, die die Ablagerung von chloridhaltigen Verbindungen auf dem Filter begünstigen, ist deshalb eine Mindestfiltrationstemperatur von 160 °C einzuhalten. Sind Ammoniak und Chloridsalze vorhanden, ist eine Temperatur von 180 °C erforderlich.

Bei dieser Norm handelt es sich um die Überarbeitung der Normenreihe EN 1911-1, -2 und -3 von 1998. Neben der benutzerfreundlichen Zusammenfassung der ursprünglich 3 Teile zu einer einzigen Norm enthält diese Überarbeitung zusätzliche Informationen zur Probenahmestrategie und Betrachtungen zur Messunsicherheit.

Der von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN -€" Normenausschuss KRdL herausgegebene Entwurf DIN EN 1911 ist seit November 2008 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Einsprüche können bis zum 17.01.2009 geltend gemacht werden.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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