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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

01.09.2009

Weniger Tierversuche für die Kosmetikindustrie


Die EU-Kommission will zusammen mit dem der Europäischen Kosmetikindustrie alternative Testverfahren im Bereich der Forschung fördern. Beide Seiten wollen dafür 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um damit die wissenschaftlichen Vorraussetzungen für künftige Sicherheitstests auf den Weg zu bringen, die zuverlässiger, schneller und billiger als Tierversuche sind. "Wir sind stolz auf diese erstmals in dieser Art stattfindende Zusammenarbeit zwischen der Industrie und der Europäischen Kommission", sagten der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez Potočnik sowie der Vizepräsident der Kommission für die Industriepolitik, Günter Verheugen.

Am 30. Juli 2009 veröffentlichte die Kommission einen mit 25 Mio. Euro ausgestatteten Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen auf diesem Gebiet. "Die Kopperation ist Ausdruck unserer erklärten Absicht, Tierversuche in der Forschung zu vermeiden und die Sicherheit der Produkte für die Verbraucher zu erhöhen. Schnellere, billigere und zuverlässigere Alternativverfahren erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Dies lässt sich nur durch eine langfristige Finanzierung von Spitzenforschung erreichen, für die die Mittel gemeinsam mit privaten Partnern, wie der Kosmetikindustrie, aufgebracht werden", so die Kommissare weiter.

Von dieser Aufforderung erwartet die Europäische Kommission Vorschläge für Forschungsprojekte, die ein breites Spektrum wissenschaftlicher Partner in ganz Europa einbeziehen und sich auf die folgenden Themen konzentrieren: Entwicklung von Geräten für die Organsimulation, Verwendung humanbasierter Zielzellen, Festlegung neuer toxikologischer Endpunkte und Zwischenmarker. Darüber hinaus geht es um computergestützte Modellierungstechniken, Nutzung von Ansätzen der Systembiologie sowie integrierte Datenauswertung und Wissenschaftsdienste. Nur solche Vorschläge sind jedoch förderfähig, die keine Tests mit lebenden Tieren vorsehen, deren Ergebnisse der Projekte nicht nur der kosmetischen Industrie, sondern auch der pharmazeutischen und der chemischen Industrie sowie anderen einschlägigen Sektoren zugute kommen können.

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Quelle: EU Kommission




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