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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

24.08.2009

Ausgaben für Chemie-Forschung sind 2008 um 4 Prozent gestiegen


Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) der deutschen chemischen Industrie sind im Jahr 2008 gestiegen und liegen mit voraussichtlich 8,4 Milliarden Euro nach wie vor auf einem hohen Niveau. Gegenüber 2007 ist das ein Plus von rund 4 Prozent. Mit Blick auf die Finanzkrise sagte Dr. Andreas Kreimeyer, Vorsitzender des Ausschusses Forschung, Wissenschaft und Bildung im Verband der Chemischen Industrie (VCI), vor der Presse in Frankfurt: "Die deutsche Chemieindustrie will auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an ihren hohen Forschungsausgaben festhalten."

Die Chemie ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler im deutschen Innovationssystem. Das machen die aktuellen Forschungskennzahlen der Branche deutlich. 60 Prozent der gesamten FuE-Aufwendungen der deutschen Hersteller von Materialien und Vorprodukten entfallen auf die chemische Industrie. "Sie ist damit wichtigster Lieferant von neuen Materialien und Vorprodukten sowie von Ideen und Anwendungs-Know-how für viele andere Industriezweige", sagte Kreimeyer. Jedes fünfte Patent mit branchenübergreifender Bedeutung steuert die Chemie bei.

Über 60 Prozent der Unternehmen treiben kontinuierlich Innovationen voran. In keiner anderen Branche ist der Anteil der forschenden Unternehmen so hoch wie in der chemischen Industrie. Das überdurchschnittliche FuE-Engagement spiegelt sich auch in der Personalstruktur der Firmen. 9 von 100 Chemiebeschäftigten arbeiten in einem Forschungs- und Entwicklungslabor. Im Verarbeitenden Gewerbe dagegen sind es durchschnittlich 5 von 100 Beschäftigten.

Im Jahr 2008 hat die Branche zwar wieder mehr Chemiker eingestellt: 400 gegenüber 360 im Jahr 2007. Doch für 2009 müsse man davon ausgehen, dass es für Chemieabsolventen schwieriger werde, einen Arbeitsplatz in der Branche zu finden, machte Kreimeyer deutlich.

Quelle: Verband der Chemischen Industrie (VCI)




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