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04.06.2009

Neuer Impfstoff gegen Schweinegrippe-Virus A (H1N1): Biotech-Sparte von Sartorius erhält von führenden Impfstoffherstellern umfangreiche zusätzliche Aufträge


Die Biotechnologie-Sparte der Sartorius AG, die unter Sartorius Stedim Biotech firmiert und ein international führender Zulieferer der Pharma- und Biotech Industrie ist, hat jetzt von führenden Impfstoffherstellern mehrere Großaufträge über Verbrauchsmaterial für die Produktion von Grippeimpfstoffen erhalten.

Die Impfstoffproduzenten bestellten vor allem Spezialfilter, aseptische Einwegbehälter sowie weitere Einweg-Produkte. Diese werden insbesondere zur Sterilfiltration von pharmazeutischen Flüssigkeiten und zur Lagerung und den Transport von Zwischenprodukten des Serums eingesetzt. Innerhalb der Produktpalette der Sartorius Stedim Biotech sind die Einweg-Produkte besonders margenstark. Die erhaltenen und die weiteren erwarteten Zusatzaufträge dürften den Jahresumsatz von Sartorius Stedim Biotech um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und überproportional zum Gewinnwachstum beitragen.

Die Aufträge stehen im Zusammenhang mit Tests und den Vorbereitungen der Impfstoffhersteller für den Produktionsstart des Grippeimpfstoffs gegen A (H1N1), der in wenigen Monaten erwartet wird. Die Regierungen mehrerer Staaten haben inzwischen bei den Herstellern größere Impfstoffmengen angefragt, um Sicherheitsbestände für ihre Bevölkerungen aufzubauen. Sartorius Stedim Biotech rechnet infolge der weltweiten Ausweitung der Impfstoff-produktion auch für die kommenden Monate mit weiteren Bestellungen. Das Unternehmen ist ein gefragter Partner der Impfstoffindustrie und ist Lieferant sowohl für die klassische Impfstoffproduktion als auch für innovative Verfahren durch Fermentation in Zellkulturen.

"Wir beobachten die Situation sehr genau und stehen in engem Austausch mit unseren globalen Kunden, um optimal vorbereitet zu sein", so Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG. "Auch unabhängig vom jetzigen Ausbruch der Schweinegrippe haben wir die wachsende Bedeutung des Impfstoffmarktes sehr frühzeitig erkannt und die richtigen Produkte für dieses Segment entwickelt, vor allem solche für den flexiblen Einweg-Gebrauch."

Noch ist für den Schutz vor der Schweinegrippe kein Impfstoff verfügbar. Allerdings wurde der Stamm des Virus bereits isoliert, so dass der Weg für die Impfstoffentwicklung frei ist. Zulassungen für entsprechende Musterimpfstoffe existieren bereits. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO dürfte es fünf bis sechs Monate dauern, bevor ein handelsüblicher Impfstoff bereitsteht. Produktionsstart wird vorbehaltlich behördlicher Zulassung für Sommer 2009 erwartet.

Nach aktuellen Angaben der WHO wurden weltweit 17.410 Fälle der Infektion mit dem Virus A (H1N1) bestätigt, 115 Menschen sind an ihren Folgen gestorben.

Quelle: Sartorius AG




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