Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

05.01.2009

Bilanz 2008: Medizinischer Fortschritt durch 31 Medikamente mit neuen Wirkstoffen


31 Medikamente mit neuen Wirkstoffen haben Pharmaunternehmen 2008 herausgebracht. "Damit haben die Hersteller ein weiteres Mal einen Spitzenwert erreicht", freut sich Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).

"Dabei hat der Forschungsstandort Deutschland Stärke zurückgewonnen; denn gleich fünf der 31 neuen Arzneimittel wurden in Unternehmenslabors in Deutschland erfunden." Dabei handelt es sich um zwei Thrombosepräparate, ein Medikament gegen Blutarmut, eins gegen Inkontinenz und eins gegen eine Erbkrankheit.

Mit ihren neuen Präparaten haben forschende Pharmaunternehmen vielen Patienten bessere Behandlungsmöglichkeiten gebracht, beispielsweise bei Krebsarten wie Hirntumoren oder Prostatakrebs. Zwei neue Antibiotika wirken auch gegen Bakterien, die gegen ältere Antibiotika resistent geworden sind. Zwei Medikamente, die geschluckt werden können, machen bei orthopädischen Operationen die Spritzen zur Thrombosevorbeugung entbehrlich. Ein Präparat gegen Epilepsie wurde speziell für Kinder entwickelt.

Insgesamt verteilen sich die 31 neuen Präparate auf folgende medizinischen Gebiete: Krebs (7 Präparate), Herz-Kreislauf-Krankheiten (6), Infektionen (5), Krankheiten des Nervensystems (5), Stoffwechselkrankheiten (3), Immunkrankheiten (2), Urologische Erkrankungen (1), Blutarmut (1) und Augenleiden (1).

Neue Medikamente auf Basis bewährter Wirkstoffe

2008 haben Pharmaunternehmen auch 46 neue Präparate herausgebracht, durch die sich schon bewährte Wirkstoffe auf neue Weise einsetzen lassen: So brachten beispielsweise mehrere Unternehmen gemeinsam eine Tablette heraus, die drei zur Behandlung einer HIV-Infektion erforderliche Wirkstoffe in sich vereint. Für mehrere andere Wirkstoffe gegen HIV haben Firmen besonders kindgerechte Tabletten entwickelt.

Für die Schmerzlinderung kamen neue Pflaster und eine Schmelztablette auf den Markt. Während Pflaster eine gleichmäßige Wirkung entfalten, lässt sich durch Tabletten, die schon im Mund schmelzen, der Schmerz ohne quälende Wartezeiten bekämpfen. "Mit solchen Innovationen bei den Darreichungsformen tragen die Unternehmen dazu bei, die Einnahme zu erleichtern oder für bestimmte Patientengruppen überhaupt erst zu ermöglichen", erklärt Yzer.

"Mit ihren neuen Präparaten haben sich die Unternehmen auf die Behandlung schwerer, oft lebensbedrohlicher Krankheiten konzentriert. Für ihre Entwicklung haben sie im Schnitt 12 Jahre Arbeit und 800 Millionen US-Dollar aufgewendet. Nutzen entfalten können sie allerdings nur, wenn sie den Patienten auch verordnet werden. Dies war bei den neuen Präparaten der letzten Jahre nur in geringem Maße der Fall."

—> Weitere Details

Quelle: Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA)




Abonnieren:

Empfehlen: