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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

09.04.2009

Innenraumluftverunreinigungen - Probenahmestrategie für Stickstoffdioxid (NO2)


Stickstoffdioxid entsteht beim Verfeuern von fossilen Brennstoffen. Gelangen diese Abgase beim Heizen mit Holz, Kohle und Öl oder Kochen mit Gas in die Innenraumluft, so kann dies zu Schwindel und Kopfschmerzen führen. Stickstoffdioxid ist hochgiftig und wird in geringen Konzentrationen kaum wahrgenommen. Höhere Konzentrationen können Atemnot und Lungenödeme verursachen.

Die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN veröffentlicht Richtlinien und Normen zu Innenraumluftverunreinigungen. Im April erscheint eine neue DIN-Norm, die fachkundig über die Messtechnik und -planung sowie Eigenschaften, Herkunft und Vorkommen von Stickstoffdioxid informiert. Die neue Norm DIN EN ISO 16000 Teil 15 beschreibt prinzipielle Aspekte, die bei der Probenahmestrategie für das Bestimmen von Stickstoffdioxid in der Innenraumluft zu beachten sind. Das sorgfältige Planen der Probenahme und der Messstrategie ist von besonderer Bedeutung, weil das Messergebnis erhebliche Konsequenzen (unter anderem hinsichtlich eines Sanierungsbedarfs) nach sich ziehen kann.

Als Innenräume gelten Wohnungen mit Wohn-, Schlaf-, Bastel-, Sport- und Kellerräumen, Küchen und Badezimmern, Arbeitsräume beziehungsweise Arbeitsplätze in Gebäuden, die nicht im Hinblick auf Luftschadstoffe arbeitsschutzrechtlichen Kontrollen unterliegen (zum Beispiel Büros, Verkaufsräume); öffentliche Gebäude (zum Beispiel Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten, Theater, Kinos und andere Veranstaltungsräume) sowie Fahrgasträume von Kraftfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL herausgegebene Norm DIN EN ISO 16000 Teil 15 ist ab April 2009 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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