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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

30.03.2009

High-Tech-Metalle 2030 weltweit knapp?


Emissionsarme Autos, Dünnschichtsolarzellen für den Massenmarkt, energieeffiziente Flachbildschirme - fast alle Zukunftstechnologien sind auf seltene Metalle mit ganz besonderen Eigenschaften angewiesen: Beispielsweise wird Indium für transparente Elektroden in Displays gebraucht, Gallium für Mikrochips in Handys sowie auch für Solarzellen, Neodym-Magnete stecken in Elektromotoren für Hybridfahrzeuge.

Wie viele dieser seltenen High-Tech-Metalle werden im Jahr 2030 benötigt und wie weit klaffen dann weltweiter Bedarf und jährliche Minenproduktion auseinander? Vor welchen Herausforderungen steht die Industrienation Deutschland? Soeben erschien dazu die Studie "Rohstoffbedarf für Zukunftstechnologien". Wissenschaftler des IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung in Berlin und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe erarbeiteten diese 400-seitige Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Wissenschaftler bewerteten dabei knapp 100 Zukunftstechnologien hinsichtlich Stand der Technik, Marktreife, Rohstoffbedarf und Recyclingpotential. Sie identifizierten 22 zukunftsträchtige High-Tech-Metalle: Kupfer, Chrom, Kobalt, Titan, Zinn, Antimon, Niob, Tantal, Platin, Palladium, Ruthenium, Rhodium, Osmium, Iridium, Silber, Neodym, Scandium, Yttrium, Selen, Indium, Germanium und Gallium.

Thema des Pressegesprächs werden auch globale Ungleichgewichte sein: Denn einzelne Staaten haben Quasi-Monopole bei den abbauwürdigen Vorkommen oder bei der Förderung dieser High-Tech-Metalle. Beispielsweise liegen über 70 Prozent der Indium-Reserven in China. Auch die Förderung von "seltenen Erden" wie Neodym wird mit 97 Prozent der Weltproduktion von China dominiert, das bereits eine Exportbegrenzung verfügt hat. Andere seltene Metalle wie Kobalt und Tantal stammen aus von Kriegen erschütterten Regionen, wie der Demokratischen Republik Kongo.

Quelle: idw/Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung


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