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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

26.03.2009

Heilbronner Polizistenmord: Mögliche DNA-Fremdkontamination wird geprüft, Ergebnis liegt noch nicht vor


Das Landeskriminalamt untersucht seit April 2008 in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (BKA), den Landeskriminalämtern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und dem Landeskriminalamt Oberösterreich intensiv die Möglichkeit einer Fremdkontamination und aller damit zusammenhängenden Fallkonstellationen.

Im Kriminaltechnischen Institut des LKA Baden-Württemberg wurden in diesem Zeitraum bereits mehrere hundert unbenutzte Wattestäbchen als so genannte Leerproben untersucht. Diese Untersuchungen verliefen ohne Ergebnis und ergaben keinen Hinweis auf Fremdkontaminationen. Es besteht dennoch die Möglichkeit, dass Wattestäbchen einzelner Lieferchargen verunreinigt sein könnten. Dieser Hypothese wird seit Februar dieses Jahres mit hohem Untersuchungsaufwand nachgegangen. Anlass hierfür waren verschiedene DNA-Treffer der sog. UWP im Zusammenhang mit Sachverhalten, die aus kriminalistischer Sicht nicht mehr plausibel waren. Das Ergebnis der umfangreichen und sehr aufwändigen Überprüfungen liegt noch nicht vor. Die Klärung aller in diesem Zusammenhang aufgetauchten kriminaltechnischen Fragestellungen erfolgt unter Federführung des BKA in einer Arbeitsgruppe der betroffenen Kriminaltechnischen Institute.

Bis zum Vorliegen eines gesicherten Ergebnisses zu einer möglichen Fremdkontamination von Spurensicherungsmaterialien sind konkrete Aussagen zu bestimmten Verunreinigungen bzw. Spurenverursachern spekulativ.

Quelle: Landeskriminalamt Baden-Württemberg


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