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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

02.03.2009

Bestimmung der Immissions-Rate atmosphärischer Stickstoffoxide mithilfe des IRMA-Verfahrens


Die neue Richtlinie VDI 3794 Blatt 3 beschreibt das IRMA-Verfahren, das es ermöglicht, Aussagen über den Zusammenhang zwischen vorhandenen Immissionen und den daraus resultierenden Wirkungen auf Werkstoffe zu machen. Mit dem Verfahren wird die Immissions-Rate der Summe atmosphärischer Stickstoffoxide an der IRMA-Standardoberfläche bestimmt. Die Bestimmung der Immissions-Raten von atmosphärischen Fluoriden, Chloriden und Schwefeloxiden wird im Blatt 1, die von Ammoniak und Ammoniumverbindungen im Blatt 2 der Richtlinienreihe VDI 3794 beschrieben.

Für die Wirkung von Immissionen auf Werkstoffe ist wegen des speziellen Wirkungsmechanismus meist weniger die momentane Schadstoffkonzentration, sondern vielmehr die Immissions- oder Depositions-Rate von Bedeutung, also die von der Flächeneinheit des Werkstoffs in der Zeiteinheit aufgenommene Schadstoffmenge. Da es nicht immer möglich ist, die spezifische Aufnahmerate eines beliebigen Werkstoffes zu ermitteln, be-zieht sich das in der Richtlinie beschriebene Verfahren auf eine standardisierte Grenzfläche.

Die Immissions-Raten-Messapparatur (IRMA) bietet eine solche Grenzfläche in Form einer Flüssigkeitsoberfläche. Das Prinzip des Verfahrens beruht auf der Reaktion der zu bestimmenden Stoffe mit einer geeigneten Absorptionsflüssigkeit. Die Gehalte der sich in einer festgelegten Zeit in der Absorptionslösung ansammelnden Reaktionsprodukte werden auf die Standardmessfläche bezogen und daraus die Immissions-Rate in Masse pro Fläche und Zeit berechnet.

Die Richtlinie VDI 3794 Blatt 3 in deutsch/englischer Fassung ist ab März 2009 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Die Ausgabe ersetzt den Entwurf vom Dezember 2007.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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