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17.11.2008

Schwedische Akademie zeichnet Göttinger Chemiker mit Aminoff-Preis aus


Der Göttinger Chemiker Prof. Dr. George M. Sheldrick wird von der Schwedischen Akademie der Wissenschaften für seine Entwicklungen auf dem Gebiet der Strukturchemie mit dem renommierten "Aminoff Prize in crystallography 2009" ausgezeichnet. Der Wissenschaftler vom Institut für Anorganische Chemie der Georg-August-Universität hat das Software-Paket SHELX zur Bestimmung kristalliner Strukturen entwickelt; es steht Forschern in aller Welt zur Verfügung und kann von der Mineralogie bis zur Molekularen Medizin eingesetzt werden. Prof. Sheldrick erhält den mit insgesamt 100.000 Schwedischen Kronen dotierten Preis gemeinsam mit einem Wissenschaftler aus Cambridge (Großbritannien). Die Auszeichnung wird Ende März kommenden Jahres in Stockholm verliehen.

George M. Sheldrick (Jahrgang 1942) lehrt und forscht seit 1978 an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben experimentellen Fragen liegt ein Forschungsschwerpunkt in der Entwicklung computergestützter Anwendungen, um kristalline Strukturen sowohl in kleinen Molekülen als auch in Makromolekülen durch Röntgenstrahlenbeugung bestimmen zu können. Das vielseitig einsetzbare und einfach zu handhabende Open Source-Softwarepaket wird für wissenschaftliche Forschungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Für seine Arbeiten hat Prof. Sheldrick bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Die Schwedische Akademie zeichnet seit 1979 Wissenschaftler für hervorragende Forschungen auf dem Gebiet der Kristallographie aus. Die renommierte Auszeichnung ist benannt nach dem schwedischen Wissenschaftler Gregori Aminoff (1883 bis 1947), der von 1923 an eine Professur für Mineralogie am Schwedischen Naturkundemuseum inne hatte.

Quelle: idw/Universität Göttingen




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