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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

20.10.2008

Berufsgenossenschaft "Rohstoffe und chemische Industrie" gegründet


Die Berufsgenossenschaften Bergbau, Chemie, Lederindustrie, Papiermacher, Steinbruch und Zucker haben heute in Berlin ihren Fusionsvertrag unterzeichnet. Die neue Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) wird ihre Arbeit am 1. Januar 2010 aufnehmen. Sie wird etwa 35 000 Unternehmen mit derzeit rund 1,3 Millionen Versicherten betreuen. Das Gesamtbudget wird sich auf rund 1,2 Milliarden Euro belaufen. Um die Belange der Mitgliedsunternehmen und der dort Beschäftigten werden sich zirka 2 000 Mitarbeiter kümmern.

"Wir sind uns sicher, dass die BG RCI durch die hohe Qualität ihrer Arbeit in Prävention und Rehabilitation eine bedeutende Rolle in der zukünftigen BG-Landschaft spielen wird", erklärt Thomas Köhler, Sprecher und einer der drei künftigen Geschäftsführer der fusionierten Berufsgenossenschaft. Neben Köhler, dem derzeitigen Hauptgeschäftsführer der BG Chemie, wird die Geschäftsführung aus Theodor Bülhoff, Hauptgeschäftsführer der Bergbau- und Steinbruchs-Berufsgenossenschaft, sowie Ulrich Meesmann, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaften Lederindustrie, Papiermacher und Zucker, bestehen.

"Ich habe mit Respekt gesehen, wie die Selbstverwaltung die Reform aktiv in die eigenen Hände genommen haben", erklärte der designierte SPD-Vorsitzende Franz Müntefering anlässlich der feierlichen Unterzeichnung des Vereinigungs-vertrages zur BG RCI. "Die Gesetzliche Unfallversicherung ist eine der großen Pluspunkte unseres Sozialstaats", so Müntefering.

Sitz der BG RCI wird Heidelberg sein, wo sich bislang bereits die Hauptverwaltung der BG Chemie befand. Die Standorte Bochum, Mainz und Langenhagen werden neben Heidelberg ebenfalls wichtige zentrale Hauptverwaltungsaufgaben übernehmen. Die Betreuung der Versicherten und der Betriebe wird weiterhin dezentral organisiert. Vorgesehen sind sieben Bezirksdirektionen, denen teilweise noch Außenstellen angegliedert werden.

Erhalten bleibt auf jeden Fall eine branchenorientierte Betreuung durch fachkundige Technische Aufsichtspersonen. Im Vordergrund aller Entscheidungen steht die Sicherung und Nutzung des vorhandenen Know-hows der Mitarbeiter sowie die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze. Das Leistungspaket der Berufsgenossenschaften bei Rehabilitation, Renten und anderen Entschädigungsleistungen bleibt in vollem Umfang erhalten.

Quelle: Bergbau-Berufsgenossenschaft


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