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20.10.2008

Neues Fluoreszenzmikroskop ermöglicht schnellere Erkennung von Tuberkulose


Carl Zeiss führt mit dem Primo Star iLED ein neues Fluoreszenzmikroskop auf dem Markt ein, das das schnelle und sichere Erkennen von Tuberkulose ermöglicht. Gemeinsam mit dem Co-Entwickler FIND, der Foundation for Innovative New Diagnostics, stellt das Optikunternehmen das System auf der "39. World Union Conference on Lung Health" vom 17. bis 20. Oktober 2008 in Paris vor.

Carl Zeiss gibt das Produkt zu einem besonders günstigen Preis an den öffentlichen Gesundheits- sektor der 22 sogenannten "high TB-burden countries" ab. Diese Länder vereinen laut Welt- gesundheitsorganisation (WHO) 80 Prozent der weltweiten Tuberkulose-Fälle auf sich.

Die Fluoreszenzmikroskopie gilt bei Tuberkulose- untersuchungen als 4-mal schneller als die her- kömmliche Hellfeldmikroskopie. Veröffentlichte Untersuchungen haben eine um 10% empfind- lichere Erkennung nachgewiesen. Das Primo Star iLED bietet diese Vorteile der Fluoreszenzmikroskopie zu einem günstigen Preis und mit einem stabilen Design.

Durch das einfache Umschalten zwischen Fluoreszenz- und Hellfeldmikroskopie ist das Mikroskop für alle einfachen Labor- und Routine- anwendungen geeignet. So können auch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise Malaria erkannt werden.

Eine Besonderheit des Mikroskops ist, dass die Fluoreszenz mit einer energiesparenden LED angeregt wird. Im Vergleich zur klassischen Fluoreszenzanregung durch Quecksilberdampf- lampen ist eine LED sehr langlebig, preiswert und energiesparend. Bei Stromschwankungen oder -ausfall kann das Mikroskop einige Stunden mit Batterien betrieben werden. Primo Star iLED mit Auflichtfluoreszenzbeleuchtung bietet ein deutlich besseres Signal-Rausch-Verhältnis und schließt eine Blendgefahr völlig aus. Das Mikroskop ist besonders robust und einfach zu bedienen. "Fluoreszenzmikroskopie ist seit 100 Jahren eine der Kernkompetenzen von Carl Zeiss. Wir sind sehr stolz darauf, mit diesem Know-how einen Beitrag zum weltweiten Kampf gegen Tuberkulose zu leisten", erklärt Dr. Bernhard Ohnesorge, Ge- schäftsbereichsleiter in der Carl Zeiss MicroImaging GmbH.

"Wir freuen uns sehr, dass es durch die Koope- ration mit Carl Zeiss möglich ist, das Mikroskop zu einem günstigeren Preis für Länder mit geringen Ressourcen zur Verfügung zu stellen", sagt Dr. Giorgio Roscigno, Chief Executive Officer von FIND. Die schweizerische Stiftung FIND mit Sitz in Genf unterstützt die Entwicklung und Einführung neuer und bezahlbarer diagnostischer Produkte gegen Infektionskrankheiten in Entwicklungs- ländern.

Tuberkulose steht heute in der Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten neben HIV und Malaria erneut an vorderster Stelle. Aufgrund der Entwicklung multi-resistenter Stämme und der Koinfektion mit HIV wird Tuberkulose nach Schätzungen der WHO in den nächsten zehn Jahren weltweit rund 30 Millionen Menschenleben fordern. Bereits heute ist jeder dritte Mensch mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert.

Quelle: Carl Zeiss Jena GmbH




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