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15.10.2008

VDI-Richtlinie für das Messen von Ammoniak in der Außenluft


Die Stickstoffeinträge aus der Atmosphäre überschreiten in Deutschland in den meisten natürlichen oder naturnahen Ökosystemen wie Wäldern, Heiden, Trockenrasen, Stillgewässern die ökologisch vertretbaren Mengen und führen längerfristig zu Beeinträchtigungen der Funktion und Zusammensetzung dieser Systeme.

Stickstoffspezies gelangen aus der Gasphase und partikelgebunden in die Ökosysteme. Direkte toxische Effekte werden nur in geringer Entfernung zu Quellen beobachtet. Die indirekten Effekte sind die Beiträge zur Versauerung und zur Eutrophierung der Systeme. Wichtig ist hierbei, dass auch reduzierter Stickstoff im Boden versauernd wirkt.

In der neuen Richtlinie VDI 3869 Blatt 3 wird ein Messverfahren für die Bestimmung der Massenkonzentration gasförmigen Ammoniaks (NH3) in der Außenluft beschrieben. Wegen der niedrigen Außenluftkonzentrationen an NH3 wird eine anreichernde aktive Probenahme verwendet. Hier wird eine selektive Abtrennung des gasförmigen NH3 durch Ausnutzung des Diffusionsprinzips erläutert.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3869 Blatt 3 (Entwurf) ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie ist ab November 2008 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Sie ersetzt den Entwurf von Mai 1996. Die Einspruchsfrist endet am 28.02.2009.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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