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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

26.09.2008

Kaum Pflanzenschutzmittelrückstände in Honig gefunden


Viele verbinden mit dem Lebensmittel Honig ein reines und hochwertiges Naturprodukt. Wie aber sieht es mit unerwünschten Rückständen von Pflanzenschutzmitteln aus, die die Biene mit dem Nektar behandelter Kulturpflanzen in den heimischen Stock einträgt? Im Rahmen der Vorfälle um das Bienensterben im Frühjahr im Rheintal durch das Maisbeizmittel Chlothianidin wurden immer wieder generelle Bedenken über Rückstände im Honig geäußert. Aus diesem Grund hat das CVUA Stuttgart im Zeitraum Juni - August 2008 schwerpunktmäßig Honig auf Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht.

Es wurden insgesamt 67 Proben auf über 500 verschiedene Wirkstoffe, darunter auch das bienengefährliche Chlothianidin, untersucht. 42 Proben stammten aus Deutschland, meist aus Baden-Württemberg. Das Ergebnis belegt, dass Bienenhonig nur sehr gering mit Pestiziden belastet ist. 82% der Proben waren ohne quantifizierbare Rückstände. Nur in 12 Proben (davon 9 aus Baden-Württemberg) wurden geringe Rückstände von zugelassenen Wirkstoffen (Pirimicarb, Thiacloproid, Boscalid, Carbendazim, Haloxyfop, Fluazifop in Proben einheimischer Erzeuger; Dimethoat, Tau-Fluvalinat in Proben aus der Türkei bzw. Spanien) gefunden. Die Rückstandsgehalte lagen überwiegend im Spurenbereich unter 0,01 mg/kg, nur 3 Rückstandsbefunde lagen geringfügig über 0,01 mg/kg (max. 0,045 mg/kg). Alle gemessenen Rückstandsbefunde lagen unter den geltenden Rückstandshöchstmengen.

Quelle: CVUA Stuttgart




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