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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.09.2008

Rekord bei Forschungsinvestitionen im Jahr 2007


Die forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland haben 2007 mit 4,52 Milliarden Euro eine neue Rekordsumme in Forschung und Entwicklung investiert. Dies geht aus dem Branchenbericht "Statistics 2008" hervor, den der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) jetzt veröffentlicht hat. Auch die Zahl der Mitarbeiter im Bereich F&E stieg auf nunmehr 17.000. Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des VFA, sagte dazu: "Die Zahlen belegen, dass die forschenden Pharma-Unternehmen großes Vertrauen in den Pharmaforschungsstandort Deutschland setzen. Die Ergebnisse unserer Arbeit können sich sehen lassen: 31 neue Zulassungen im Jahr 2007 bedeuten 31 neue Hoffnungen für Patienten, die auf Innovationen angewiesen sind." Und die Pipelines der Unternehmen sind gut gefüllt: Über 350 neue Produkte, die Chancen haben, bis 2011 zugelassen zu werden, befinden sich zurzeit in Forschung und Entwicklung.

Cornelia Yzer: "Besorgniserregend ist aber, dass deutsche Patienten immer mehr vom medizinischen Fortschritt abgeschnitten werden. Die zahlreichen, sich zum Teil widersprechenden Regulierungen auf dem Arzneimittelmarkt verhindern, dass Innovationen die Patienten schnell erreichen. Der Ausgabenanteil der Gesetzlichen Krankenversicherung für Medikamente, die in den letzten fünf Jahren neu in den Markt gebracht wurden, beträgt nur 5,2 Prozent - im Vergleich zu Ländern wie Schweden, Belgien und Frankreich, die zwei- bis dreimal so viel in Innovationen investieren, verliert Deutschland hier den Anschluss und läuft Gefahr, seinen Status als Leitmarkt für Europa zu verspielen!"

Die Produktion pharmazeutischer Erzeugnisse in Deutschland wurde 2007 um über 10 Prozent gesteigert. 56,5 Prozent der in Deutschland produzierten Arzneimittel werden exportiert - 1995 waren es gerade einmal 35 Prozent. "Der überragende Erfolg im Export kommt der deutschen Außenhandelsbilanz zugute. Er hat jedoch die Kehrseite, dass der deutsche Arzneimittelmarkt relativ an Bedeutung verliert. Politische Kostensenkungsmaßnahmen verstärken diesen Trend und schwächen die Arzneimittelhersteller, die wie andere Branchen auf Innovationsoffenheit im Heimatmarkt angewiesen sind, um langfristig weltweit erfolgreich zu sein", so Yzer.

"Das Vertrauen, das unsere Mitgliedsfirmen in den Standort setzen, sollte von der Politik honoriert werden, statt durch immer neue Regulierungen immer mehr Hürden für den Einsatz von innovativen Arzneimitteln aufzubauen", so Yzer weiter. Schließlich sei die pharmazeutische Industrie mit einer Netto-Wertschöpfung von fast 100.000 Euro pro Beschäftigtem einer der leistungsfähigsten und produktivsten Wirtschaftzweige in Deutschland - mit glänzenden Aussichten im Zukunftsmarkt Gesundheit.

Quelle: Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA)




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