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18.09.2008

Neue europäische DIN-Normen für Quecksilbermessungen


Die beiden im September von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN vorgelegten Normentwürfe spezifizieren validierte Verfahren zum Bestimmen des gesamten gasförmigen Quecksilbers beziehungsweise der Quecksilberdeposition. Beide Verfahren können im Rahmen der Europäischen Ratsrichtlinie über die Beurteilung und Kontrolle der Luftqualität und der vierten Tochterrichtlinie eingesetzt werden. Die Anforderungen, denen nach der EU-Richtlinie die Verfahren genügen müssen, sind in diesen europäischen Normentwürfen spezifiziert.

Der Normentwurf E DIN EN 15852 spezifiziert ein validiertes Verfahren zum Bestimmen des gesamten gasförmigen Quecksilbers (TGM). Die Verfahrensbeschreibung beinhaltet die Probenahme und die TGM-Analyse mit der Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometrie (CVAAS), der Kaltdampf-Atomfluoreszenz-spektrometrie (CVAFS) oder der Zeeman-Atomabsorptionsspektrometrie (Zeeman-ASS).

Die im Normentwurf E DIN EN 15852 angegebenen Verfahrenskenngrößen wurden in vergleichenden Feldvalidierungstests bestimmt. Die Feldtests wurden innerhalb eines Jahres an vier europäischen Messorten (in Belgien, Italien, Schweden und Spanien) jeweils zwei Monate lang durchgeführt. Die Messungen erfolgten mit automatisierten Geräten die derzeit in Europa zur TGM-Bestimmung in der Außenluft eingesetzt werden.

Die Verfahrensbeschreibung der E DIN EN 15853 beinhaltet die Probenahme der Deposition mit zylindrischen Auffanggefäßen und die Quecksilberanalyse mit der Kaltdampf-Atomabsorptionsspektrometrie (CVAAS) oder der Kaltdampf-Atomfluoreszenzspektrometrie (CVAFS).

Die in diesem Normentwurf angegebenen Verfahrenskenngrößen wurden ebenfalls in vergleichenden Feldvalidierungstests bestimmt. Die Feldtests wurden innerhalb von sieben Monaten an zwei europäischen Messorten (in Slowenien und Schweden) durchgeführt. Bei wöchentlich paralleler Probenahme wurden ständig offene Auffganggefäße (Trichter-Flasche-Kombination oder Bergerhoff-Gefäß, "bulk-Sammler") sowie nur bei Niederschlag geöffnete Auffanggefäße ("wet-only-Sammler") eingesetzt. Die Analyse erfolgte mit Verfahren, die derzeit in Europa zur Quecksilber-Bestimmung eingesetzt werden.

Die für beide Verfahren durchgeführten Tests haben die jeweilige Eignung der Verfahren zur Bestimmung des gesamten gasförmigen Quecksilbers bzw. der Quecksilberdeposition in ländlichen, städtischen und industriellen Gebieten gezeigt. Die Durchführung der Feldvalidierungstests wurde von der EU und EFTA finanziell gefördert.

Die von der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL herausgegebenen Entwürfe E DIN EN 15852 und E DIN EN 15853 sind ab September 2008 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Einsprüche können bis zum 08.11.2008 geltend gemacht werden.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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