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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

04.09.2008

DIN 10123: Neue Norm zum Nachweis von Salmonellen


Salmonellen sind Bakterien, die sich in geeigneter Umgebung blitzartig vermehren können. Darum ist die Gefahr von Salmonelleninfektionen gerade in der warmen Jahreszeit erhöht. Rohes Fleisch, das stundenlang neben dem Grill liegt und auf seinen Einsatz wartet, Speiseeis oder unter Zugabe von rohen Eiern hergestellte Süßspeisen wie Tiramisu sind klassische Brutstätten von Salmonellen. Infizieren sich Menschen mit diesen Bakterien, kann eine Salmonellose die Folge sein, die Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes auslösen und besonders für Kinder und ältere Menschen gefährliche Ausmaße annehmen kann. In Kinderheimen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen können Salmonellen zu einer Masseninfektion führen.

Mittlerweile sind verschiedene sogenannte Immunoassays auf dem Markt, mit dem Salmonellen schnell nachgewiesen werden können. Die neuen Norm DIN 10123 Untersuchung von Lebensmitteln - Nachweis von Salmonellen mittels Immunoassays legt ein Routineverfahren zu solchen Nachweisen fest. Bei Laboruntersuchung mit Immunoassays werden Stoffe durch die Bindung eines Antigens an einen Antikörper identifiziert. Praktische Anwendungsbeispiele solcher Verfahren außerhalb der Lebensmittelanalytik sind etwa Schwangerschaftstests oder der Nachweis bestimmter Dopingsubstanzen in der Sportmedizin. Großer Vorteil dieses Verfahrens ist die Schnelligkeit des Nachweises.

Mit der Einführung solcher Schnellverfahren kommt man einer Empfehlung der EU nach. Zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit hatte der Wissenschaftliche Ausschuss für Veterinärmaßnahmen der EU im Jahr 2002 empfohlen, Möglichkeiten zur schnelleren und die klassische Mikrobiologie alternativ ergänzenden Verfahren zum Nachweis von Salmonellen zu schaffen.

Quelle: Deutsches Institut für Normung (DIN)




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