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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

01.09.2008

Duft oder Gestank? Bestimmung der hedonischen Geruchswirkung


Geruch ist nicht gleich Geruch: eindeutig angenehm einzustufende Gerüche wirken weniger belästigend als unangenehme Gerüche. Daher ist es von Bedeutung, ob die von einer Anlage emittierten Gerüche als angenehm zu werten sind oder nicht. Der Richtlinienentwurf VDI 3940 Blatt 4 ermöglicht eine schnelle und zuverlässige hedonische Einordnung einer Anlage. Dazu werden so genannte Polaritätenprofile eingesetzt, bei denen zunächst die begrifflichen Konzepte "Duft" und "Gestank" mit Hilfe von Wortpaaren beurteilt werden. Der von einer Anlage emittierte Geruch kann dann als hedonisch eindeutig angenehm bewertet werden, wenn die Auswertung das Ergebnis liefert, dass der Anlagengeruch eindeutig dem Konzept "Duft" zugeordnet werden kann.

Der Einsatz des Polaritätenprofils hat den Vorteil, dass zusätzlich zu der in der Richtlinie VDI 3940 Blatt 3 beschriebenen Intensitäts- und Hedonikskala die Qualität und Wirkung von Gerüchen mit einer weiteren Methode ermittelt und detaillierter dargestellt werden können. Der Richtlinienentwurf kann beispielsweise zur Prüfung der Wirksamkeit von geruchsemissionsmindernden Maßnahmen oder zur Unterscheidung von Gerüchen bei der Suche nach der Geruchsquelle eingesetzt werden.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3940 Blatt 4 (Entwurf) ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie "Bestimmung der hedonischen Geruchswirkung - Polaritätenprofile" ist ab Oktober 2008 beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Die Einspruchsfrist endet am 31.01.2009.

Quelle: Verein Deutscher Ingenieure (VDI)




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