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05.08.2008

Vorsicht vor giftigen Gasen bei der Arbeit mit Frachtcontainern: Neues Internetportal informiert über Risiken und Schutzmaßnahmen


Beim Öffnen und Entladen von Frachtcontainern setzen Beschäftigte oft unbemerkt ihre Gesundheit aufs Spiel. Dabei geht es vor allem um Vergiftungen durch Chemikalien, die aus den Waren oder Transportbehältern ausdünsten. Wo und wie Gefährdungen in und an Frachtcontainern entstehen und welche Schutzmaßnahmen helfen, beschreibt ab sofort ein kostenloses Informationsportal im Internet. Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und staatliche Stellen haben Handlungshilfen und Informationen zum Thema zusammengestellt, um Gesundheits- und Unfallrisiken vorzubeugen. Das Angebot richtet sich an alle, die beruflich Container öffnen oder entladen: der Zoll bei seinen Kontrollen, Logistikunternehmen beim Ladungsumschlag oder der Endempfänger, der die Ware auspackt.

Waren werden heute weltweit gehandelt. Dies geschieht größtenteils mit Frachtcontainern. Deutsche Seehäfen schlagen jährlich rund 15 Millionen Container um. Fast 20 Prozent der aus Übersee eintreffenden Container sind mit gefährlichen Chemikalien begast. Dies soll verhindern, dass sich Schimmel bildet, Krankheitserreger verbreiten oder die Ware verdirbt.

"Betroffene entlang der gesamten Lieferkette - vom Betriebsleiter bis zum Arbeiter - wissen oft nur wenig über die Gefahren", sagt Dr. Horst Kleine, Gefahrstoffexperte des BGIA - Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. "Das gibt immer wieder Anlass für gefährliche Situationen und Unfälle." Selbst Retter, Hilfsorganisationen oder Ärzte würden im Notfall häufig nicht die Zusammenhänge erkennen und unangemessen reagieren. Das neue Internet-Informationsportal "Gefahrenschwerpunkt Frachtcontainer" soll Abhilfe schaffen. Dabei helfen zum Beispiel Muster-Betriebsanweisungen, Checklisten für das Entladen von Containern oder Hinweise, wie sich Chemikalien in Containern messen lassen; aber auch Schutzmaßnahmen, Informationen zu Gefahrstoffen, Vorschriften und Notfallmanagement. Spezielle Rubriken enthalten außerdem Hinweise für Rettungsdienste und zu branchenbezogenen Fragen.

Neben Gesundheitsrisiken durch ausdünstende Gefahrstoffe behandelt das Informationsportal auch Unfallgefahren, die beim Öffnen und Entladen von Containern durch herausfallende oder umstürzende Ladung entstehen können.

Kleine: "Gefahrenbewusstsein schaffen ist der erste Schritt. Hilfen anbieten der zweite. Beides wollen wir mit unserem Informationsangebot erreichen."

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Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)




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